"Reiche Sau"

Trainer-Sohn spricht über Mobbing-Erfahrung

Romeo Ilzer, Sohn von Hoffenheim-Coach Christian Ilzer, hat offen über belastende Erfahrungen aus seiner Schulzeit gesprochen. Der 19-Jährige erzählt, wegen des prominenten Nachnamens seines Vaters gemobbt worden zu sein, inklusive Beleidigungen und sogar körperlicher Angriffe. 

Im Podcast „Mind Games“ blickte der junge MMA-Kämpfer auf seine Zeit in der Mittelschule zurück. Dort habe er zum ersten Mal erlebt, wie grausam Mitschüler sein können. „Das war eigentlich der Punkt, an dem ich gesehen habe: Okay, die Welt dreht sich nicht nur um Sonnenschein und Regenbogen“, sagte Romeo Ilzer.

Beleidigungen und geohrfeigt

Besonders der bekannte Familienname habe Probleme ausgelöst. Viele Mitschüler hätten angenommen, seine Familie sei reich und ihn deshalb ausgegrenzt. „Es gab damals die Sprüche: ‚Der hat so viel Geld‘“, erzählte der 19-Jährige. Obwohl das laut ihm gar nicht der Realität entsprochen habe, sei er immer wieder als „reiche Sau“ beschimpft worden. Besonders schockierend: „Ich habe wirklich auch mal eine Ohrfeige gekriegt.“

Hilfe kam schließlich von seiner Mutter, die laut Romeo sofort reagierte. „Meine Mutter lässt sich nichts gefallen, vor allem, wenn es um ihre Kinder geht“, sagte er. Am nächsten Tag sei sie sogar persönlich mit ihm in die Schule gegangen, um die Situation zu klären. Laut Romeo stellte sie die betroffenen Schüler direkt zur Rede. Danach sei Ruhe gewesen.

Großer Traum: UFC

Trotz der schwierigen Erfahrungen blickt Romeo heute positiv nach vorne. Inzwischen ist er stolz auf seinen Nachnamen und sieht seinen Vater als großes Vorbild, vor allem wegen dessen Disziplin. „Mein Vater ist ein absolutes Arbeitsmonster“, sagte Romeo über den Bundesliga-Trainer. Christian Ilzer arbeite gefühlt täglich viele Stunden und habe sich seinen Erfolg hart erarbeitet.

Diesen Ehrgeiz will der 19-Jährige auch selbst nutzen: Sein großes Ziel ist eine Karriere als MMA-Profi in der UFC. „In meinem Kopf ist 24/7 nur MMA“, erklärte er. Trotz Druck und harter Konkurrenz sei er überzeugt: „Früher oder später wird es passieren.“

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