Reichelt am Boden zerstört

Nach Olympia-Aus

Reichelt am Boden zerstört

Hannes Reichelt wurde operativ daumengroßer Knorpel entfernt.

Der Schock nach dem brutalen Olympia-Aus von Hannes Reichelt sitzt noch immer tief. Beim Streif-Sieger wurde, wie ÖSTERREICH berichtete, bei einer Untersuchung im Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck ein schwerer Bandscheibenvorfall diagnostiziert.

Alle wollen wissen, wie es ihm geht. Und vor allem: Kommt er wieder in den Skizirkus zurück?

Reichelt durfte erstmals aufstehen
Eine 45-minütige Operation am Montagabend verlief ohne Komplikationen. „Dem Patienten geht es relativ gut und die Lähmungserscheinungen im Bein haben sich gebessert“, berichtet Dr. Michael Gabl, der behandelnde Arzt. Bei der OP wurde Reichelt ein daumennagelgroßes Knorpelstück entfernt. Gabl: „Das hatte sich von der Bandscheibe gelöst und lag frei im Nervenkanal. Noch heute wird die Drainage entfernt. Dann darf der Patient kurz aufstehen.“

Unfassbar, wie Reichelt in seinem Zustand auf der Streif siegen konnte. Bis 15 Minuten vor dem Start war nicht klar, ob er mit den extremen Rückenschmerzen fahren kann.

Herrenchef Mathias Berthold ließ ihm zwei Möglichkeiten: „Entweder du fährst und gewinnst oder du packst deine Sachen und gehst zurück ins Hotel.“ Der Rest ist Ski-Geschichte...

Psychisch geht es ihm schlecht
Reichelt bleibt für Therapien noch fünf bis sieben Tage im Sanatorium Kettenbrücke. Dr. Gabl: „Hannes geht es psychisch nicht gut. Aber das ist normal. Er war in einer sensationellen Form und dann platzt fünf Minuten vor Olympia der große Traum.“

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