Als Zweiter hinter Lokalmatador Matthieu Bailet (FRA) gab Vincent Kriechmayr am Mittwoch im ersten Training für die Abfahrt in Courchevel ein deutliches Lebenszeichen.
Bei frühlingshaften Bedingungen war der Olympia-Zweite der Teamkombi in 1:51,04 nur 17 Hundertstel langsamer als der Franzose Bailet, der die Abfahrtstrecke der WM 2023 in- und auswendig kennt.
Dabei ist Kriechmayr dafür bekannt, im Training eher auf der Bremse zu stehen. "Ich habe gleich versucht, etwas mehr Gas zu geben", begründete der Oberösterreicher seine Spitzenzeit. "Es war ganz o.k., aber man sollte das nicht überbewerten."
Jedenfalls geht der 34-jährige Oberösterreicher topmotiviert in die Schlussphase seiner möglicherweise letzten Weltcup-Saison.
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Kriechmayr hat noch Mini-Chancen auf Super-G-Kugel
Im Super-G-Weltcup hat der Speedspezialist sogar noch eine rechnerische Chance, Leader Marco Odermatt (SUI) abzufangen.
Für Freitag (11.00 Uhr) und Sonntag (10.45) ist in Courchevel jeweils ein Super-G angesetzt. Die Abfahrt soll am Samstag (11.00/alle live ORF 1) über die Bühne gehen. Odermatt könnte sich in Courchevel neben der kleinen Super-G-Kugel vorzeitig auch die Abfahrtswertung sowie zum fünften Mal die Gesamtwertung sichern.
Am Mittwoch hielt sich der Weltcup-Dominator als 26. mit einem Rückstand von 1,79 Sekunden noch zurück. Weiter vorne zu finden waren die Österreicher Marco Schwarz (5./+0,49), Stefan Babinsky (7./+0,72), Manuel Traninger (9./+0,86) und Daniel Hemetsberger (13./+1,24 Min.). Die Piste sei trotz der warmen Temperaturen "sehr gut", berichtete Schwarz. "Ab der Mittelstation schmiert es in gewissen Passagen. Aber ich bin überzeugt, dass es coole, faire Rennen werden."