Vor Adelboden-Slalom

Pfeifer: »Bei Olympia in jedem Bewerb um Gold«

ÖSV-Herrenchef Marko Pfeifer hofft, dass beim Klassiker in Adelboden am Sonntag auch unsere Slalom-Asse in die Spur finden.

Pfeifer hat es im Hinblick auf Olympia nicht leicht. Aufgrund neuer FIS-Bestimmungen (Weltverband will mehr Exoten die Chance geben) droht den Österreichern ein auf zehn Männer reduziertes Aufgebot für die Spiele in Italien. Bisher ist man bei den Österreichern von zumindest elf alpinen ÖSV-Herren ausgegangen.

Feller gewann 2024 Slalom in Adelboden

Dabei ist Pfeifer überzeugt, dass er in jedem Alpin-Bewerb mit seinen Leuten um Medaillen mitfahren kann, „im Idealfall wollen wir immer um Gold kämpfen.“ Im Super-G und im Riesentorlauf, wo wird mit Marko Schwarz, Vincent Kriechmayr und Stefan Brennsteiner bereits rot-weiß-rote Saisonsieger hatten, ist das logisch.

Aber was ist mit unseren kriselnden Slalom-Assen, die es bislang noch nicht einmal auf einen Top-5-Platz gebracht haben. Da hofft Pfeifer auf den Turnaround. Da kommt der Klassiker in Adelboden (Sonntag, 10.30/13.30 Uhr, ORF1 live) gerade recht. Pfeifer: „Felli hat hier 2024 gewonnen und auch Marco Schwarz hatte auf diesem Berg seine Erfolgserlebnisse. Adelboden war immer in guter Slalom-Boden für uns.“

In seinem Adelboden-Siegjahr 2024 hatte Feller auchh die Slalom-Kugel gewonnen. Pfeifer führte den schon damals sehr kurzen Slalom-Schwung des Tirolers ins Treffen. Pfeifer: "Das hat jeder nachgeahmt, die Linie auch." Und heute? Pfeifer: "Es wird sehr frech gefahren, ein kurzer Druck. Es wird immer brutaler. Wenn du das nicht von oben bis unten durchziehst und ein bisschen mit Reserve fährst, wirst du gleich durchgereicht." 

Zudem hofft unser Cheftrainer, dass auf dem selektiven Chuenisbärgli in Adelboden endlich auch wieder selektiv gesetzt wird. Pfeifer: "Teilweise haben wir im Weltcup zu leichte Kurssetzungen. Da fahren alle Harakiri und schalten das Hirn aus." Und fallen wie z. B. Fabio Gstrein regelmäßig aus.

Vor Olympia stehen noch 4  Slaloms am Programm

Der nächste Slalom steht am Sonntag in Adelboden auf dem Programm. Es folgen jene in Wengen (18. Jänner), Kitzbühel (25. Jänner) und Schladming (28. Jänner), ehe es für die Spezialisten zu Olympia geht. Bester Österreicher in der Disziplinwertung ist Matt als Zwölfter. "Michi Matt hat phasenweise wirklich sehr schnelle Schwünge gezeigt", lobte Pfeifer. Feller wähnte er bis zu seinem Ausfall im zweiten Lauf "in Schlagdistanz zum Podium". Insofern soll sich dieser auch nicht entmutigen lassen. "Ich glaube trotzdem, dass er das Positive mitnimmt. Er wirkt sehr stabil", erklärte Pfeifer. "Aber wir brauchen nicht reden: Ein gutes Resultat beflügelt. Jetzt hoffen wir auf Adelboden."

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