Johannes Strolz Flachau

Ski Alpin

Strolz-Drama bei Heimrennen in Flachau

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Drama auf der Märchenwiese: Johannes Strolz verpasst nach überlegener Halbzeitführung den Sieg. McGrath triumphiert beim Flutlicht-Spektakel.

Die Halbzeitführung hat Johannes Strolz wie schon vielen anderen Rennläufern in diesem Winter am Mittwoch beim Nachtslalom von Flachau kein Glück gebracht. Der dreifache Olympiamedaillengewinner landete hinter Weltcup-Premierensieger Atle Lie McGrath aus Norwegen, Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich (+0,29) und dem Schweizer Daniel Yule (+0,64) an der vierten Stelle (+0,66). Marco Schwarz wurde Fünfter (+0,69), Manuel Feller Sechster (+0,76).

Der Vorarlberger Strolz war mit äußerst komfortablen 0,97 Sekunden Vorsprung auf McGrath in die Entscheidung gegangen. Das würde eigentlich sehr zum Attackieren einladen, merkte er an. "Aber ich habe mir sehr schwergetan, dass ich die Mittellage finde und über dem Ski bin. Das ärgert mich schon ein bisschen, dass ich nicht mehr draus machen konnte. Aber es ist ein vierter Platz, wenn ich zurückdenke, wo ich herkomme, muss ich absolut zufrieden sein", sagte der Slalom-Silbermedaillengewinner von Yanqing sowie Olympiasieger in Kombination und mit dem Team.

Kugel-Entscheidung im letzten Rennen

"Es ist bitter, dass es so knapp zuging um das Podest, aber ich bin sehr happy mit dem fünften Platz. Mein Skifahren war wieder sehr gut, ich habe mich wieder wohlgefühlt, das ist das Wichtigste", sagte der Kärntner Schwarz. Feller bedauerte, dass es keiner aus dem ÖSV-Team auf das Podest geschafft hatte. "Es ist schade für die Fans. Wenn wenigstens einer gestochen hätte, dann wäre alles halb so schlimm. So stehen wir zu dritt neben dem Podium. Wir haben es leider nicht auf den Punkt gebracht", erklärte der Tiroler. Er habe alles reingeschmissen, was er habe, es sei nicht aufgegangen.

Der im Disziplinweltcup führende Norweger Henrik Kristoffersen wurde nur 16., er hat mit 371 Zählern vor dem letzten Rennen 48 Zähler Vorsprung auf seinen Landmann Lucas Braathen (323), Dritter ist der Deutsche Linus Straßer (307), Vierter mit 70 Rückstand Feller (301).

Mölgg feiert Weltcup-Abschied

Fabio Gstrein klassierte sich als Zwölfter, Michael Matt als 19. Simon Rueland und Marc Digruber hatten das Finale verpasst, Dominik Raschner schied im ersten Lauf aus. Sein letztes Rennen bestritt der 39-jährige Südtiroler Manfred Mölgg, der Gewinner von drei WM-Medaillen und drei Weltcuprennen wurde im Ziel von seinen Mitbewerbern empfangen und unter großem Jubel der Zuschauer gebührend verabschiedet.
 

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