Wegen Geld-Streit

Vierschanzentournee droht das Aus

Die Vierschanzentournee sorgt derzeit ein Streit zwischen den Organisatoren und einen der Austragungsorte für viel Drama. Nun ist das Traditionsevent sogar in Gefahr!

Seit 1953 ist die Vierschanzentournee das größte Event im Skisprung-Kalender. Die Sportler springen in Obertsdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen um den Jahreswechsel um den "Goldenen Adler". In der kommenden Saison werden zum ersten Mal auch Frauen mit dabei sein.

Doch hinter den Kulissen brodelt es derzeit. Wegen dem Streit um das Geld ist die Tournee laut der "Bild" nun in Gefahr.

Geld-Streit zwischen Garmisch und Verband

Sie berichten, dass zwischen dem Deutschen Skiverband (DSV) und dem Austragungsort des Neujahrsspringen Garmisch-Partenkirchen bisher keine Einigung gefallen sei. Vom Verband erhält der Garmisch jedes Jahr einen niedrigen siebenstelligen Betrag für die Austragung. Damit wird die Infrastruktur finanziert. Die Zuschauereinnahmen dürfen sie behalten. Der DSV erhält sein Geld hauptsächlich über TV-Verträge und Sponsoren.

Doch zwischen dem Verband und dem Austragungsort gab es seit 20 Jahren keine Anpassung der Summe. Jetzt will Garmisch 30 Prozent mehr Geld für die Organisation erhalten.

Zwei Optionen möglich

Die Gespräche dauern weiter an. Eine Einigung ist bislang aber noch nicht gelungen. Im vorläufigen Skisprung-Kalender für die nächste Saison fehlt Garmisch-Partenkirchen als Austragungsort. Stattdessen wird ein Platzhalter angegeben.

fis
© FIS

Wenn sich die beiden Parteien nicht einigen, brauchen Organisatoren einen neuen Austragungsort. Dabei gibt es zwei Option. Erstens könnte ein zweites Springen in Oberstdorf stattfinden. Als zweite Option könnte ein neuer Ort in die Tournee aufgenommen werden. Laut der "Bild" wäre Klingenthal ein möglicher Kandidat. Sie sind seit Jahren fester Teil des Weltcup-Kalenders. Doch die Distanz zwischen den Orten würde logistische Schwierigkeiten bereiten.

Zusätzlich müssten die Organisatoren im Falle eines Garmisch-Aus einen neuen Namen finden. Die "Vierschanzentournee" ist nämlich markenrechtlich geschützt. Gegenüber der "Bild" erklärt DSV-Geschäftsführer Stefan Schwarzbach: "Es sind noch einige rechtliche und inhaltliche Dinge zu klären. Wir gehen davon aus, eine gemeinsame Lösung zu finden."

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