Die Kritik von Donald Trump am Papst sorgt für internationale Reaktionen. Jetzt stärken mehrere hjochranginge Kardinäle dem Pontifex demonstrativ den Rücken. Die Botschaft ist eindeutig.
Nach den verbalen Angriffen von US-Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV. stellen sich weitere Kardinäle klar hinter das Kirchenoberhaupt. So betonte der deutsche Kardinal Gerhard Müller: „Niemand hat das Recht, den Papst zu kritisieren“, wenn dieser treu für das Evangelium des Friedens eintrete.
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Papst steht für Frieden
„Vom Heiligen Vater kann niemand etwas anderes erwarten als den Einsatz für den irdischen Frieden unter den Völkern“, erklärte Müller laut Kathpress. Der frühere Leiter der vatikanischen Glaubensbehörde verwies zugleich auf die schwierigen moralischen Fragen im Umgang mit Regimen wie dem Iran. Die USA hätten als Supermacht „eine besondere historische Verantwortung für den Frieden, die Freiheit und das Wohlergehen der Menschheit“.
Verantwortung der Weltmächte
Diese Verantwortung umfasse laut Müller auch Maßnahmen gegen gefährliche Regime. Dazu zählten wirtschaftliche Sanktionen und militärische Mittel, allerdings nur im Rahmen des Völkerrechts.
Auch international erhält der Papst Rückhalt. Der südafrikanische Kardinal Stephen Brislin zeigte sich besorgt über Trumps Aussagen. Diese gäben „Anlass zu großer Besorgnis“.
Position der gesamten Kirche
Leo XIV. habe seit seiner Wahl zum Papst in öffentlichen Äußerungen in den vergangenen Monaten die Position der Kirche zu den wichtigsten globalen Herausforderungen klar dargelegt, "darunter der Umgang mit Migranten, die Klimakrise, die Notwendigkeit der Wahrheit im Zeitalter von Desinformation und künstlicher Intelligenz sowie die Ablehnung von Krieg und militärischen Interventionen", so Brislin: "Dies sind nicht die persönlichen Positionen des Papstes. Es ist die Position der gesamten katholischen Kirche, die wir alle vertreten und verteidigen", sagte der Kardinal.