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Macht-Alarm

Nach Trump-Attacken: Papst warnt vor "Tyrannei der Mehrheit"

Nach scharfer Kritik von Donald Trump meldet sich nun der Papst deutlich zu Wort. Er warnt eindringlich vor den Gefahren für die Demokratie. Besonders eine Entwicklung sieht er als Risiko. 

Zwei Tage nach den verbalen Attacken von US-Präsident Donald Trump auf Papst Leo XIV. warnt das Oberhaupt der katholischen Kirche vor autoritären Fehlentwicklungen. Demokratien würden nur dann stabil bleiben, wenn sie fest in moralischen Werten verwurzelt seien, erklärte der Papst am Dienstag in einem Schreiben an die Teilnehmer eines vatikanischen Treffens über den Umgang mit Macht. 

Gefahr durch Mehrheit

Fehle dieses Fundament, laufe die Demokratie Gefahr, zu einer Tyrannei der Mehrheit oder zu einem Deckmantel für die Vorherrschaft wirtschaftlicher und technologischer Eliten zu werden. Die Legitimität von Autorität hänge von der Weisheit und Tugend ab, mit der sie ausgeübt werde, und nicht von der Anhäufung wirtschaftlicher oder technologischer Macht. 

Trump greift Papst scharf an

Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social den aus Chicago stammenden Papst als zu lasch im Umgang mit Kriminalität und schrecklich für die Außenpolitik bezeichnet. Der Papst solle sich zusammenreißen, forderte der US-Präsident. Weltweit für Empörung sorgte zudem ein KI-generiertes Bild, auf dem Trump als eine an Jesus erinnernde Figur bei einer Krankenheilung zu sehen ist. Trump selbst erklärte, er solle einen Arzt darstellen. 

Warnung vor Machtmissbrauch

Der Papst rief die Staats- und Regierungschefs dazu auf, der Versuchung zu widerstehen, Macht anzuhäufen. Mäßigung wirke als Schutzmechanismus gegen Machtmissbrauch. Das Schreiben wurde während der zehntägigen Reise des Papstes durch vier afrikanische Länder veröffentlicht und nennt keine Staaten beim Namen. Der Papst hatte sich in den vergangenen Wochen zunehmend kritisch über den Krieg der USA und Israels gegen den Iran geäußert. Dies hatte Trump verärgert.

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