„Papiertiger"

Trump lehnt NATO-Hilfe ab und teilt heftig gegen Bündnis aus

Donald Trump sorgt erneut für heftige Turbulenzen auf der Weltbühne. Der US-Präsident attackiert die NATO scharf und weist gleichzeitig jede Unterstützung bei der heiklen Lage in der Straße von Hormuz zurück. 

Am Freitag stellte Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social unmissverständlich klar, dass er keine Hilfe der NATO bei der Absicherung der strategisch wichtigen Meerenge will. In drastischen Worten forderte er: "Ich habe ihnen gesagt, sie sollen wegbleiben, es sei denn, sie wollen einfach nur ihre Schiffe mit Öl beladen.“ 

Gleichzeitig legte Trump verbal nach und bezeichnete die NATO erneut als schwach und ineffektiv. Er warf den Partnern vor, ihn während seines militärischen Vorgehens nicht ausreichend unterstützt zu haben.

Streit um Aussagen eskaliert

Ob sich Trumps heftige Kritik gegen das gesamte Bündnis oder nur gegen einzelne Mitgliedsstaaten richtete, blieb offen. Klar ist jedoch: Die Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten haben sich im Zuge des Kriegs mit Iran deutlich verschärft. Während Trump den Europäern mangelnde Loyalität vorhält, wächst dort die Skepsis gegenüber seinem Kurs in der Region.

Europa schmiedet eigene Pläne

Parallel zu Trumps Attacken trafen sich am Freitag rund 30 Staats- und Regierungschefs in Paris, um über Maßnahmen zur Sicherung des Öltransports zu beraten. Mit dabei waren unter anderem Emmanuel Macron und Friedrich Merz. Der britische Premier Keir Starmer kündigte an, dass Großbritannien gemeinsam mit Frankreich eine mögliche Mission anführen wolle, sobald es die Lage erlaubt. Mehr als ein Dutzend Staaten signalisierten bereits Unterstützung.

Entspannung bei Ölroute?

Die Straße von Hormuz, eine der wichtigsten Routen für den globalen Energiehandel, war seit Ende Februar durch Maßnahmen der iranischen Revolutionsgarden praktisch blockiert. Das setzte die internationalen Märkte massiv unter Druck.

Am Freitag folgte jedoch eine überraschende Wende: Iran kündigte an, die Passage während einer Waffenruhe wieder für den Schiffsverkehr freizugeben.

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