Sonderthema:
Anna F. und Skero räumen Amadeus ab

Preisverleihung

© APA/Georg Hochmuth

Anna F. und Skero räumen Amadeus ab

"Juhu!" Anna F. hatte am Donnerstag, 16.9. auch wirklich Grund zu jubeln: Die steirische Sängerin nahm bei den elften Amadeus Music Awards in der Wiener Stadthalle zunächst den Preis in der Kategorie "Pop" entgegen. Damit hatte sie ihren Erfolg vom Vorjahr wiederholt. Und weil die 24-Jährige mittlerweile auch eine Platte herausgebracht hat, bekam sie außerdem die Auszeichnung für das beste "Album".

Diashow Amadeus Award - Das sind die Gewinner
"Song des Jahres" & HipHop/RnB

"Song des Jahres" & HipHop/RnB

Für Skero war der Amadeus eine witzige Kabinenparty!

"Album des Jahres" & "Pop/Rock"

"Album des Jahres" & "Pop/Rock"

Anna F.räumte auch schon 2009 ab.

"Bester Live Act" und "Alternative"

"Bester Live Act" und "Alternative"

Bauchklang freuten sich über zwei Awards.

"Volkstümliche Musik"

"Volkstümliche Musik"

Die Klostertaler räumten in dieser Kategorie ab.

"Lebenswerk"

"Lebenswerk"

Toni Stricker mit seinem Award und Marianne Mendt.

"FM4 Award"

"FM4 Award"

Camo & Crooked nahmen diesn mit nach Hause.

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Sofa Surfers: Electro-Preis für Rock-Album
Siegessicher zeigte sich Skero bei der Gala. Nachdem er den Amadeus der Sparte "Hip Hop/R&B" erhalten hatte, bedankte er sich bei seinen Fans, Kollegen und beim Label. "Den Rest hebe ich mir für die anderen Ansprachen auf." Tatsächlich holte sich der Mödlinger, eigentlich MC von Texta, noch einen Award in der Sparte "Song des Jahres" ("Kabinenparty") ab. "Ärgstens", lautete der Kommentar der Band Bauchklang auf die Tatsache, zwei Amadeus ("Alternative" und "Live Act") mit nach Hause nehmen zu können.

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Schöner Abschied

Augenzwinkernd die Sofa Surfers, sich seit je her Kategorisierungen verweigernd: "Wir freuen uns mit einem rockigen Album in der Sparte 'Electronic/Dance' gewonnen zu haben". Semino Rossi war auch zufrieden: "Das ist eine große Freude für mich", sagte er, die Trophäe der Rubrik "Schlager" in Händen. "Weil seit 25 Jahren bin ich ein Teil Österreicher", begründete der gebürtige Argentinier. "Für uns gibt es keinen schöneren Abschied", so die volkstümlichen Gewinner Klostertaler, die sich nach 34 Jahren aufgelöst haben.

"Kabinenparty" an der Copa Cabana
"Mein Dank gilt in allerersten Linie den Leute der Musikbranche, die seit Jahrzehnten versucht haben, mich zu verbiegen für kurzfristige Geschäfte und Trends", war auch Toni Stricker nicht um einen Seitenhieb verlegen. Der 80-jährige Geiger, der sich solchen Ansinnen stets entzogen hat, wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Bei der von Puls 4 übertragenen Show kam des öfteren Musikantenstadl- oder "Mainz bleibt Mainz"-Stimmung auf. Vor allem die "humoristische" Moderation musste man ertragen, um dann gute Auftritte von Bauchklang und Skero erleben. Letzterer verlegte die "Kabinenparty" an die Copa Cabana und brachte dazu eine Sambagruppe mit. Internationales Flair sollten Darbietungen von Seal und "Wir sind Helden" verbreiten. Austro-Newcomerin Charlee sorgte dagegen mit ihrem Großraumdisco-Song "Boy Like You" für Nachtschicht-Niveau.

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Seal präsentierte seine neue Single "Secret".
Bild: (c) APA


Seal mit Pulk von Leibwächtern
Eine illustre Runde hatte sich ab 18.30 in der Stadthalle eingefunden. Toni Stricker war mit Marianne Mendt gekommen, US-Star Seal begleitet von einem Pulk an Leibwächtern. Der Dresscode "casual smart" wurde recht unterschiedlich befolgt - die Outfits reichten vom Dirndl, in das sich die Vertreterinnen von Universal Österreich geworfen hatten ("weil vier von fünf nominierten Acts in der Sparte 'Volkstümliche Musik' bei uns sind") über Glitterminis bis zum Affenkostüm.

Unter den Besuchern waren auch zahlreiche prominente Zaungäste aus durchaus unterschiedlichen Metiers. Ex-Kicker Roman Mählich bekannte als Austropop-Fan. "Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich waren unsere Helden." Auf die Bedeutung des Amadeus angesprochen meinte er: "Ich hab als Fußballer nicht viele Preise bekommen, aber wenn, dann war es eine Bestätigung der Leistung. Im Sport ist die aber vermutlich leichter messbar als in der Kultur."

Lugner offenbart Wissenslücken
Richard Lugner, angekommen mit seinem Klan, gab sich ehrlich: "Wenn Sie mich über österreichische Musik fragen, sag ich Johann Strauß und Franz Lehar." Fachmännischer war da schon Türsteher-Legende Conny: "Ich meine, die Szene feiert sich zurecht. Es treten im U4 immer wieder ganz tolle Bands auf, die man gar nicht kennt. Es ist schade, dass es hier so schwierig ist, bekannt zu werden, wenn man etwa nicht auf Ö3 gespielt wird. Vielleicht hilft der Amadeus jungen Acts weiter."

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) "outete" sich als "eigentlich Dylanist", also als Fan von Bob Dylan, aber er "glaubt an die österreichische Popmusik". Der Politiker: "Da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Nicht zuletzt ein Grund, warum ich das Popfest initiiert habe." Hannes Eder, Chef von Universal Österreich und IFPI-Präsident, meinte: "Der Relaunch des Amadeus war ein richtiger Schritt." Die Votings hätten im diesen Jahr mit 200.000 "die doppelte Anzahl von 2009 erreicht".

Die Sieger im Überblick:
Album des Jahres & Pop/Rock: Anna F. - For Real
Song des Jahres & HipHop/RnB : Skero - Kabinenparty
Best Live Act & Alternative: Bauchklang
FM4-Award: Camo & Krooked
Electronic/Dance: Sofa Surfers
Hard & Heavy: Kontrust
Jazz/World/Blues: Hans Theessink
Schlager: Semino Rossi
Volkstümliche Musik: Klostertaler
Lebenswerk: Toni Stricker
 

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