Staatsoper feuert schöne Tänzerin

Wegen Nacktfotos

© moritzschell

Staatsoper feuert schöne Tänzerin

Mit 16 wurde Karina Sarkissova zum ordentlichen Mitglied des Wiener Staatsopernballetts. Danach folgte eine steile Karriere - sie lernte von der Pike auf und wurde 2009 schließlich Solotänzerin.

Doch seit 23. August 2010 ist der Bühnendienstvertrag der gebürtigen Russin an der Staatsoper beendet - und zwar fristlos! Die attraktive 27-Jährige ließ kunstvolle Fotos von sich machen, die dann im Wiener erschienen. Das schien der Staatsoper unter dem neuen Ballettchef Manuel Legris nicht zu gefallen. Folge: Rauswurf. "Trotz wiederholter Ermahnung wollte Frau Sarkissova nicht von der Veröffentlichung absehen", argumentiert die Staatsoper.

Die schönsten Bilder der Primaballerina 1/4

Die schönsten Bilder der Primaballerina

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Die schönsten Bilder der Primaballerina

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Für die Star-Tänzerin brach an diesem 23. August eine Welt zusammen. Für sie kam der Rauswurf aus dem Nichts. Sie absolvierte ein Probetraining (mit Legris!), unmittelbar danach übergab er ihr die Kündigung.

"Man kann mir Bühne, aber nicht den Tanz nehmen!"
Ihre Fans schicken dem Star seither Blumen an ihre Hausadresse. Ihren Geburtstag am 26. September konnte sie auf jeden Fall nicht gebührend feiern. "Man kann mir zwar die Bühne, aber nicht meinen Tanz nehmen!", erzählt sie in ÖSTERREICH, den Tränen nahe.

"Zu unserer Kunst zählt nun einfach der Körper und der Umgang damit. Eine Symbiose aus Kraft und Ästhetik. Das zeigen die Fotos. Außerdem habe ich bereits davor ähnliche Bilder von mir machen lassen - die wurden sogar in der Staatsoper gemacht!", so die traurige Primaballerina weiter.

"Für die Oper habe ich meine Heimat aufgegeben"
Auf ihr Ansuchen, mit jemandem nach der Entlassung reden zu können (auch Direktor Dominique Meyer wurde angeschrieben), erhielt der viel gefeierte Star keine Antwort.

Freilich hat sie zahlreiche Angebote aus dem Ausland. Doch die gebürtige Russin ist Österreicherin mit Leib und Seele. Mit ihrem Ehemann Wolfgang hat sie den achtjährigen Sohn Gabriel. " außerdem habe ich für die Staatsoper meine Heimat aufgegeben."

Wie es nun weitergeht, ist unklar. Dem Vernehmen nach soll am Montag ein Gespräch in der Oper stattfinden. Sicher ist indessen, dass es Sarkissova nicht ums Geld, sondern um ihre Kunst geht. "Ich fühle mich als Frau diskriminiert!"

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