Sie gilt als die heißeste Anwärterin auf den Academy Award als beste Schauspielerin. Dabei wissen wir über „Hamnet“-Star Jessie Buckley noch viel zu wenig.
Die Oscar-Vorhersagen sind oft ein bisschen wie Kaffeesudlesen – jede:r interpretiert die Zeichen auf seine Weise. Und so bekommt man auf die Frage, wer heuer mit einer der begehrten Goldtrophäen nach Hause gehen könnte, sehr unterschiedliche Antworten. Bei den Nebendarstellerinnen ist alles offen, in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ matchen sich Timothée Chalamet , Michael B. Jordan und Wagner Moura, und wer bester Nebendarsteller wird, entscheidet sich aller Wahrscheinlichkeit nach zwischen Sean Penn und Benicio del Toro. Alle Angaben ohne Gewähr – am Ende ist die Oscar-Jury immer für eine Überraschung gut.
Der Star der Saison
Geht es um die Frage, wer dieses Jahr beste Hauptdarstellerin werden könnte, fällt meistens ein Name: Jessie Buckley. Die 36-jährige Irin ist für den Film „Hamnet“ nominiert, der bei uns erst im Jänner angelaufen ist. Das Drama von Chloé Zhao (übrigens die einzige Frau, die heuer für einen Regie-Oscar im Rennen ist) erzählt die Geschichte von William Shakespeares Familie aus der Sicht seiner Gattin Agnes, die den Tod ihres Sohnes Hamnet verarbeiten muss – grandios gespielt von Jessie Buckley. Bei den Golden Globes, den Actor Awards (früher bekannt als SAG Awards), den Critics‘ Choice Awards und den BAFTAs, den vier wichtigsten Oscar-Indikatoren, hat sie jedes Mal den Preis mit nach Hause genommen.
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Neu im Kino: „The Bride“ ist gerade bei uns gestartet. Regie führte Maggie Gyllenhaal.
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Berührend: In „Hamnet“ trauert Buckley als Frau von William Shakespeare um ihren toten Sohn.
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Preisregen: Jessie Buckley jubelt über den Actor Award, mit dem sie für „Hamnet“ ausgezeichnet wurde.
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Erfolgsteam: Chloé Zhao ist mit „Hamnet“ dieses Jahr als einzige Frau für den Regie-Oscar nominiert.
Nicht erst seit „Hamnet“ zählt Buckley zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation. Sie war in der HBO-Serie „Chernobyl“ zu sehen, spielte in dem Biopic „Judy“ neben Renée Zellweger und in „Die Misswahl“ mit Keira Knightley. Wie kommt es, dass wir so wenig über sie wissen?
Frei von Allüren
Vermutlich liegt es daran, dass die Schauspielerin abseits der Kamera ein sehr einfaches, unaufgeregtes Leben führt. Ihr Mann Freddie Sorensen ist kein Star, er arbeitet im Bereich psychische Gesundheit. Die beiden wurden von Freunden verkuppelt. Mit ihm wohnt Jessie Buckley sehr zurückgezogen im englischen Norfolk. Sie genießt die Zeit in ihrem Garten und fühlt sich dort eindeutig wohler als in Hollywood. Letztes Jahr wurden Jessie und Freddie erstmals Eltern einer Tochter. In „Hamnet“ eine Frau zu spielen, die um ihren Sohn trauert, weckte in Jessie das Bedürfnis ihr eigenes Kind zu „finden“, erzählte die Künstlerin der „Vogue“. Wenige Tage nach Drehschluss stellte Buckley fest, dass sie schwanger war.
Wer in der Scheinwelt Hollywood so erfrischend unprätentiös auftritt wie die Schauspielerin, muss sich kaum über Falschmeldungen ärgern. Nur mit einem Gerücht möchte sie aufräumen. In einem Podcast entstand der Eindruck, sie möge keine Katzen. Jessie ist wichtig, dass alle wissen: „Ich liebe Katzen.“
Neu im Kino
Wer neugierig ist und sich von Jessie Buckleys Können überzeugen will, hat Glück: Gerade ist ihr neuer Film „The Bride! – Es lebe die Braut“ angelaufen. Darin bittet der einsame Frankenstein (Christian Bale) die geniale Wissenschafterin Doktor Euphronius (Annette Bening), ihm eine Gefährtin zu erschaffen.
Das Duo reanimiert das Mordopfer Ida und nennt sie „die Braut“ (Buckley). Aus den beiden wird ein leidenschaftliches Liebespaar, das die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zieht...