Mit Babybauch im Parlament Mit Babybauch im Parlament

Eva Glawischnig

© Reuters

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Mit Babybauch im Parlament

Dienstag, kurz nach 9 Uhr früh, im Parlament. Als eine der Ersten tritt Eva Glawischnig (40) bei der Budget-Debatte ans Rednerpult des Parlaments. Im schwarz-weißen Kleid zum schwarzen Top zeichnete sich der Babybauch deutlich ab. Die Grünen-Chefin wirkt entspannt. Die Schwangerschaft tut ihr sichtlich gut.

Mitte Juli kommt ihr zweites Kind zur Welt. Bereits ihr Auftritt beim Life Ball sorgte für Aufsehen: In silberfarbener Pailletten-Robe flanierte sie mit Ehemann Volker Piesczek ins Rathaus. Sie legte ihre Hand auf den runden Babybauch und entzückte Fotografen und Publikum.

Im politischen Alltag versucht sie solche Gesten zu vermeiden. „Ich bin auf Verknüpfungen meiner Schwangerschaft mit meinem politischen Engagement allergisch“, so Glawischnig gegenüber ÖSTERREICH.

Kritik
Bei ihrer ersten Schwangerschaft wollte sie noch Galionsfigur für alle berufstätigen Mütter sein. Sie plauderte offen über ihre Schwangerschaft, ließ sich mit Babybauch auf Magazincovers und mit verträumtem Blick vor Babybekleidungs-Shops ablichten. Dafür erntete sie parteiintern Kritik.

Sohn Benjamin ist mittlerweile drei Jahre alt und besucht einen Kindergarten der Kinderfreunde. Für Glawischnig ist Familie wichtig, aber auch anstrengend: „Zu sagen, das ist alles ganz leicht und das schaffe ich mit links, wäre eine Lüge“, sagt sie. „Aber mit 40 ein zweites Baby zu bekommen, ist wunderbar.“ Wie alle berufstätigen Eltern muss sie mit ihrem Ehemann Beruf und Familie unter einen Hut bringen.

Dass sich nun wieder mehr Männer und Frauen für Kinder entscheiden, freut Glawischnig. Doch: „Die Rahmenbedingungen sind nach wie vor nicht besonders ermutigend.“

Alles nach Plan
Ihre Schwangerschaft verläuft bis jetzt komplikationslos. Die Politikerin versucht sich zu schonen – wie am Muttertag bei einem Picknick. Aber sie will bis kurz vor der Geburt arbeiten. Im September kehrt sie bereits auf die politische Bühne zurück. Denn schließlich stehen die Landtagswahlen in Oberösterreich und in Vorarlberg an.

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