Bauernregel

Diese Tiere sagen das Wetter vorher

flock of swallows perch on three power lines and a blue sky background
© Getty Images
Egal, ob Schwalben, Bienen, Frösche oder Spinnen: Der Tierwelt wird nachgesagt, dass sie das Wetter früher als Menschen erahnen können.
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Menschen haben vor Wetterstationen und Satellitendaten ihre Umgebung genau beobachtet und anhand des Verhaltens der Tiere Rückschlüsse auf das kommende Wetter gezogen. Die sogenannten Bauernregeln klingen meistens nach Volksglauben, aber hinter einigen steckt ein naturwissenschaftlicher Kern. Tiere reagieren nämlich auf die Veränderung im Luftdruck, in der Luftfeuchtigkeit oder in der elektromagnetischen Umgebung.

Vor allem sind die Beobachtungen von Schwalben wichtig: "Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man bald den Regen kriegen." Hinter der Beobachtung steckt ein echter Mechanismus. Bei steigender Luftfeuchtigkeit und sinkendem Luftdruck, klassische Vorzeichen eines Wetterumschwungs, bewegen sich Insekten in niedrigeren Luftschichten. Die Schwalben folgen ihrer Beute und fliegen somit niedriger. Ihr verändertes Flugverhalten ist deshalb eine indirekte Reaktion auf veränderte ökologische Bedingungen.

Bienen, Kühe und Mücken reagieren auf das Wetter

Bienen wurden auch für Vorhersagen genutzt. Wenn sie sich auffällig nah am Stock befinden und ihre Ausflüge einstellen, dann droht Regen oder ein Gewitter. Hinter diesem Verhalten gibt es ebenfalls eine wissenschaftliche Erklärung. Bienen reagieren empfindlich auf elektrostatische Felder, die sich vor Gewittern aufbauen, sowie auf sinkenden Luftdruck, wie "Merkur" berichtet. Wissenschaftliche Studien bestätigen diese Beobachtungen.

Bei Fröschen hängt das verstärkte Quaken vor Regenphasen mit ihrer Physiologie zusammen. Da sie wechselwarme Tiere sind, reagieren die Tiere direkt auf Temperatur- und Feuchtigkeitsveränderungen. Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit werden ihre Aktivitäten stimuliert und die Lautäußerungen (besonders in der Balz- und Paarungszeit) gefördert. Spinnen sollen laut dem Online-Magazin "Popular Science" ihre Netze vor Unwettern abbauen, weil sie Luftdruckabfälle wahrnehmen können.

Wenn Kühe sich hinlegen oder eng zusammenstehen, soll Regen anstehen. Laut manchen Forschern reagieren sie auch auf die veränderten elektromagnetischen Felder. Mücken schwärmen abends dicht und sichtbar in der Luft. Damit zeigen sie stabilen Hochdruck und Sonnenwetter an. Bei sinkendem Luftdruck und hoher Luftfeuchtigkeit fliegen Mücken kaum.  Die veränderten Bedingungen beeinträchtigen ihre Aktivitäten spürbar.

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