Nach Mega-Panne

F1-Hammer: Russell schreibt den WM-Titel (fast) ab

Ein Mann mit silberner Jacke hält einen schwarzen Regenschirm im Regen auf einer Rennstrecke.
© IMAGO/HochZwei
Der nächste Defekt stoppt den Mercedes-Piloten in Sepang auf Podestkurs. Kimi Antonelli liegt nun 84 Punkte vorne, Toto Wolff ist "total genervt".
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Bei George Russell klingt inzwischen selbst der Ärger routiniert. "Man muss fast schon lachen. Ich bin mehr als nur enttäuscht. Das ist in dieser Saison schon so oft passiert", sagte der Mercedes-Pilot bei Sky nach seinem Ausfall am Sonntag in Sepang.

Fünf Runden vor Schluss blieb sein Auto stehen. Während Teamkollege Kimi Antonelli als Zweiter den WM-Vorsprung auf 84 Punkte ausbaute, ging Russell leer aus. Einen Titelgewinn hält der Brite mittlerweile für "extrem unwahrscheinlich".

Das Podest schien schon sicher

Bis zum Defekt hatte Russell sein Rennen als "solide" empfunden. "Der Podiumsplatz schien so gut wie sicher." Dann verlor er die Aussicht auf Punkte, die er im internen Mercedes-Duell dringend gebraucht hätte.

Es war nicht der erste technische Rückschlag in dieser Saison. Entsprechend vertraut war Russell auch die anschließende Fragerunde: "Das ist nicht das erste Mal, daher bin ich an dieses Gefühl und diese Fragen schon ziemlich gewöhnt."

Toto Wolff bestätigte bei Sky einen Defekt am Antrieb. Einen Zusammenhang mit dem Safety-Car schloss der Mercedes-Teamchef aus. Den beinahe lakonischen Ton seines Fahrers teilte er nicht: "Ich bin total genervt und fühle mich gerade überhaupt nicht wohl."

Wolff fehlte schon vorher das Tempo

Dabei begann Wolffs Unzufriedenheit nicht erst mit Russells stehendem Auto. Mercedes hatte sich vom Wochenende in Malaysia mehr versprochen.

"Zunächst einmal hatten wir nicht die Geschwindigkeit, die wir uns vor dem Wochenende erhofft hatten", erklärte der Österreicher. Der späte Ausfall kam zu einem sportlich bereits enttäuschenden Wochenende hinzu.

Wolffs Bilanz fiel entsprechend aus: "So sehr ich es auch liebe, hier zu sein, wenn ich mir die reinen Rennen anschaue, ist das, ehrlich gesagt, eine meiner schlimmsten Erfahrungen."

Boxenstopp eines Mercedes-Formel-1-Wagens mit mehreren Mechanikern an der Boxengasse.
© IMAGO/HochZwei

84 Punkte Rückstand auf Antonelli

Aus 66 Punkten Rückstand wurden in Sepang 84. Antonelli baute seine Führung als Zweiter aus, während Russell trotz Podestkurs leer ausging.

"Es ist wirklich schade, aber wir kämpfen einfach weiter. Wir versuchen einfach, weiterzumachen", sagte der Brite bei Sky. Für die verbleibenden Rennen bleibt der Kampfgeist – der WM-Titel ist für Russell aber in weite Ferne gerückt.

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