Künftige Klublenker

Übernehmen Thomas Müller und Schweinsteiger die Bayern?

Zwei Männer im Anzug lachen auf einem roten Teppich vor einer Fotowand mit „Thomas Müller“-Schriftzug.
© Getty Images
Der FC Bayern München steht vor einem Umbruch in der Chefetage. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, treibt der Klub die Verjüngung seiner Führungsriege hinter den Kulissen aktiv voran.
OE24 auf Google bevorzugen

Deutschland. Die Zeit macht auch vor den mächtigen Patronen des FC Bayern nicht Halt: Weil Uli Hoeneß bald 75, Herbert Hainer 73 und Karl-Heinz Rummenigge 71 Jahre alt werden, läuft die schrittweise Verjüngung der Klubspitze. Trotz der enormen Erfahrung des Trios wurden erste Weichen bereits gestellt. Das berichtet die Münchner "Abendzeitung" online.

Unternehmer Alexander Sixt übernahm in diesem Jahr den Aufsichtsratssitz von Dieter Reiter sowie den Vorsitz des Verwaltungsbeirats, wo er laut Präsident Hainer durch sein Netzwerk "frische Impulse" bringen soll.

Ein Mann im Anzug lächelt auf einer Party mit rotem Licht im Hintergrund in die Kamera.
Alexander Sixt ist bei der Autovermieter-Firma für die Strategie und Organisation verantwortlich. Er ist zusammen mit seinem Bruder auf der Liste der reichsten Menschen Deutschlands. © Getty Images

Max Viessmann als potenzieller vierter Anteilseigner

Große Erwartungen ruhen zudem auf Max Viessmann. Der 37-jährige Familienunternehmer, der seine Klimatechniksparte für rund zwölf Milliarden Euro verkaufte, wird besonders von Ehrenpräsident Hoeneß gefördert. Als möglicher vierter Investor neben Adidas, Audi und Allianz würde das bisherige Mitglied des Verwaltungsbeirats bei einem Einstieg in den dann zehnköpfigen Aufsichtsrat und dessen Präsidialausschuss aufrücken.

Ein Mann im Gespräch sitzt vor Bücherregalen und gestikuliert mit den Händen.
Maximilian Viessmann ist Geschäftsführer der Viessmann Gruppe. Sein Vermögen wird auf 6,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. © Photothek via Getty Images

Klare Kompetenzen und langfristige Personalien

Dieser Präsidialausschuss sorgte zuletzt im Rahmen der Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl (bis 2029) für Diskussionen. Im Interview mit der "Abendzeitung" stellte Rummenigge jedoch klar, dass das Gremium nur Empfehlungen ausspreche und keine fertigen Beschlüsse diktiere. Um seine Unabhängigkeit zu wahren, habe er sich bei der Abstimmung zu Eberl enthalten. Neben Eberl besitzen auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund langfristige Verträge. Freund übernimmt künftig gemeinsam mit Jochen Sauer die Leitung des Campus, dem eine noch zentralere Rolle zufällt.

Ex-Spieler sollen Klub lenken

Ab Jänner komplettiert Rouven Kasper als ausgewiesener Fachmann für Marketing und Vertrieb die Vorstandsriege. Rummenigge plädiert dafür, den Vorstand eigenständiger agieren zu lassen und operative Entscheidungen nicht in den Aufsichtsrat zu verlagern. Wer den Klub langfristig steuern wird, bleibt spannend: Während Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger als Kandidaten für das Präsidentenamt gehandelt werden, traut man Philipp Lahm und Manuel Neuer Rollen im Management zu. Der Umbruch an der Vereinsspitze hat somit gerade erst begonnen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden