Bullen-Krise

Verstappen-Prognose: "Red Bull ist noch nicht am Tiefpunkt"

Rennfahrer im Red-Bull-Anzug hält Helm und steht vor einer blauen Wand.
© Getty Images
Red Bull hat den Anschluss an die Top-Teams der Formel 1 in dieser Saison verloren, doch es könnte noch schlimmer werden.
OE24 auf Google bevorzugen

Nach dem Podestplatz in Montreal kehrte die Hoffnung bei Red Bull zurück, dass man die Anfangsprobleme mit dem neuen Reglement verstanden und ausgebessert hat. Doch die folgenden beiden Rennen in Monaco und Spanien holten den österreichischen Rennstall und Superstar auf den Boden der Tatsachen zurück.

Die Bullen sind - wenn überhaupt - hinter Mercedes, Ferrari und McLaren nur noch die vierte Macht im Fahrerfeld der Motorsport-Königsklasse. Auch deshalb tauchen immer wieder Gerüchte auf, dass der vierfache Weltmeister nach der Saison die Flucht ergreift. Eine Klausel, die man ihm abkaufen möchte, würde dies trotz Vertrag bis 2028 möglich machen.

Auch ein Vertragsangebot von Red Bull bis 2032 soll der 28-jährige Niederländer zuletzt abgelehnt haben. Er möchte sich erst die Entwicklung ansehen und dann seine Zukunftsentscheidung treffen. "Sie müssen unbedingt versuchen, ihn zu halten, denn er ist momentan das einzig Gute im Team", meinte etwa Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve im Sky-Podcast.

"Glanz verloren"

Der Kanadier legt die Missstände bei den Bullen offen und meint, dass das ehemalige Erfolgsteam "seinen Glanz verloren" habe: "Es herrscht scheinbar ein riesiger interner Streit darüber, wer die Führung übernehmen soll, und jeder wird rausgeschmissen. Es ist wirklich schwer, eine gute Zukunft für Red Bull zu sehen, es ist einfach seltsam."

Doch das ist noch nicht alles. Denn nach der Meinung des Experten ist das Ende der Talfahrt noch lange nicht erreicht: "Im Moment geht es bergab, und sie haben den Tiefpunkt noch nicht erreicht."

Kommende Woche in Spielberg (So., 15 Uhr im oe24-LIVE-TICKER) soll Red Bull mit einem großen Update nach Österreich kommen. Damit hofft man, den nächsten Schritt zurück an die Spitze zu machen. Doch auch die anderen Teams arbeiten an Verbesserungen. Ob die Bullen-Arbeit Wirkung zeigt, wird man bei ihrem Heim-GP sehen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden