Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich

Die europäischen Leitbörsen gingen am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel. Der Aktienindex für 50 führende Unternehmen der Eurozone, Euro-Stoxx-50, erhöhte sich moderat um 3,06 Zähler oder 0,10 Prozent auf 3.097,95 Punkte.

Die Leitbörsen bremsten damit ihren Höhenflug der vergangenen Tage. Die asiatischen Börsen lieferten am Anfang des Tages ebenfalls schwache Vorgaben. Aufgrund fehlender Konjunkturdaten und den damit verbundenen Impulsen standen Unternehmenszahlen im Fokus der Anleger. Am Nachmittag galt die Aufmerksamkeit den US-Einzelhandelsdaten, die schlechter als erwartet ausfielen.

Die US-Einzelhändler haben zu Jahresbeginn überraschend Umsatzeinbußen erlitten. Sie hatten im Jänner 0,4 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit stagnierenden Umsätzen gerechnet. Klammert man den Autosektor aus, verharrten die Einnahmen auf dem Vormonatsniveau.

Auf Unternehmensebene setzt sich Renault große Ziele. Mit einer China-Offensive und neuen Modellen will der zweitgrößte französische Autobauer endlich bereits vor Jahren in Aussicht gestellte Renditeziele erreichen. Die Papiere notierten zu Handelsschluss mit plus 5,59 Prozent bei 69,56 Euro.

BNP Paribas verloren 2,55 Prozent auf 59,30 Euro. Der französische Großbank droht Ärger in den USA wegen mutmaßlicher Finanzgeschäfte mit dem Iran. Das Institut legt im vierten Quartal 1,1 Mrd. Dollar (810 Mio. Euro) für mögliche Strafen zurück. Durch die Sonderlasten brach der BNP-Nettogewinn um 76 Prozent auf 127 Mio. Euro ein.