Unsicherheiten rund um Zypern belasten Wiener Börse

Belastet durch die Unsicherheiten rund um das umstrittene Zypern-Rettungspaket hat die Wiener Börse den Handel am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um klare 25,65 Punkte oder 1,03 Prozent auf 2.470,82 Einheiten.

Der Beschluss der Euro-Finanzminister vom Wochenende, dass Zypern seine Bankkunden mit einer Zwangsabgabe an der Rettung des Staates beteiligen soll, sorgte europaweit für Verunsicherung und schickte die Aktienbörsen im Frühhandel auf Talfahrt. Bis Handelsschluss konnten die Indizes ihr Minus zwar wieder etwas eingrenzen, dennoch schlossen die europäischen Leitbörsen einheitlich im roten Bereich.

Das zypriotische Parlament will am morgigen Dienstag über das Hilfspaket abstimmen. Zuvor soll jedoch die vorgesehene Zwangsabgabe für Kleinanleger nachverhandelt werden.

Europaweit standen zum Wochenauftakt Bankwerte ganz oben auf den Verkaufslisten der Investoren. So büßten Erste Group deutliche 2,72 Prozent auf 23,28 Euro ein und Raiffeisen sackten um 2,43 Prozent auf 29,12 Euro ab.

Immofinanz verloren 0,75 Prozent auf 3,18 Euro, nachdem die Analysten der Erste Group ihr Kursziel für die Immo-Titel von 3,40 Euro auf 3,90 Euro angehoben hatten. Die Kaufempfehlung "Buy" blieb bestehen.