Schlankformeln

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Schlankformeln im Überblick

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Wofür stehen BMI, WHtR und Co.?

BMI

Der Body-Mass-Index setzt die Körpergröße ins Verhältnis zum Gewicht. Möchten Sie ­Ihren BMI messen, müssen
Sie das Körpergewicht durch die Körpergröße zum Quadrat teilen. Ein Wert unter 19 bedeutet Untergewicht, der Normalwert liegt zwischen 19 und 25, darüber spricht man von Übergewicht. Ab einem Wert von 30 hat man es mit Adipositas zu tun. Kritisiert wird, dass weder die Muskelmasse noch der Körperfett-Anteil berücksichtigt werden.

WHtr

Die Verteilung des Körperfetts wird beim Waist-to-Height-Ratio berücksichtigt – der Taillenumfang wird in Relation zur Körpergröße gesetzt. Dabei wird Taillenumfang durch   Körpergröße geteilt. Folgende Werte sollte man nicht übersteigen: 0,5 bei unter 40-Jährigen, 0,53 bei 40- bis 50-Jährigen, 0,6 bei über 50-Jährigen.

ABSI

Der A-Body-Shape-Index vereint alle wichtigen Faktoren des BMI, der Körpergröße und des Taillenumfangs. Je höher der ABSI-Wert, desto höher der Anteil an gefährlichem Bauchfett im Vergleich zu den übrigen Körperregionen. Eine Berechnung des ABSI ist auf www.zes-muc.de (Zentrum für Endokrinologie und Stoffwechsel) möglich.

AMI

Der von Prof. Dr. Elmar Schlich (Universität Gießen) entwickelte Area-Mass-Index setzt die Körperoberfläche in Verhältnis zum Gewicht. Der Energiebedarf sowie das individuelle Kalorienbudget können errechnet werden. Nähere ­Infos auf der Homepage des Online-Diätprogramms www.slim-dynamics.com

Ernährungsexpertinnen im Gespräch

Formeln nicht für jeden geeignet

Die Expertinnen des „Pabst Ernährungsinstitutes“ über  Schlankformeln.

Was halten Sie von den gängigen Schlankformeln?

Ursula Pabst: Hauptproblem an diesen „Pauschal-Formeln“ ist, dass Faktoren wie Fett-, Muskel- oder Wasseranteil nicht in die Berechnung miteinbezogen werden. Das bedeutet, dass jemand, der viele Muskeln hat, als „leicht übergewichtig“ eingestuft wird. Aus meiner Sicht kann man mit keinem dieser Indizes ermitteln, wo das persön­liche Idealgewicht liegt.

Wem raten Sie ab,  sich an den Formeln zu orientieren?

Pabst: Sehr große oder sehr kleine Personen, ältere Personen, Schwangere, Leistungssportler und sehr muskulöse Personen sollten davon nicht zu viel ableiten.

Welche Berechnung ziehen Sie in Ihrem Institut heran?

Pabst: Im Rahmen der ­Ernährungsberatung von „resize“ stützen wir uns auf die Messung der Körperzusammensetzung mittels Bio-Impedanz-Analyse (BIA). So erhalten wir Auskunft über Muskelmasse, Körperfettanteil und Wasserhaushalt und können dementsprechend bedarfsgerechte Ernährungspläne erstellen und über Kontrollmessungen immer überprüfen, ob die Ernährung zielführend ist.

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