Facebook-Panne: Nasdaq ändert Systeme

Laut "Wall Street Journal"

Facebook-Panne: Nasdaq ändert Systeme

Offenbar ist eine Überarbeitung der Systeme für Erstemissionen geplant.

Nach den technischen Pannen beim Börsengang von Facebook hat die US-Technologiebörse Nasdaq einem Medienbericht zufolge eine Überarbeitung ihrer Systeme für Erstemissionen angekündigt. Dies meldete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf Nasdaq-Vertreter, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Am Sonntag hatte Nasdaq-Chef Robert Greifeld dem Bericht zufolge in einer Telefonkonferenz mit Journalisten Probleme beim Abwickeln von Aktien-Orders eingeräumt. Er sagte demnach auch, dass es vor dem aufsehenerregenden Börsengang intensive Tests gegeben habe, ohne dass das Problem entdeckt worden sei.

Stundenlang im Unklaren
Investoren und Broker waren am Freitag beim Börsengang des weltgrößten sozialen Online-Netzwerks stundenlang im Unklaren über den Stand ihrer Kauf- und Verkaufsaufträge geblieben. Die US-Börsenaufsicht leitete nach Handelsschluss eine Untersuchung der Vorgänge ein. Nach Einschätzung von Investoren trugen die Pannen dazu bei, dass das Interesse an den Anteilsscheinen nicht so überschäumend ausfiel wie zunächst erwartet. Doch Experten verwiesen auch auf das hohe Emissionsvolumen sowie auf Zweifel am Geschäftsmodell. Die Aktie schloss nur leicht im Plus.

Zukäufe hielten Kurs in der Höhe
Konsortialführer Morgan Stanley sah sich Kreisen zufolge gezwungen, das Papier mit Zukäufen über dem Ausgabepreis von 38 Dollar (29,9 Euro) zu halten. Einige Experten hatten Aufschläge von 50 Prozent bei dem weltgrößten Börsengang eines Internet-Unternehmens vorhergesagt. Mit Spannung wird erwartet, wie sich das Facebook-Papier in dieser Woche schlagen wird.

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