Minusgrade, Training geplant, warm angezogen und trotzdem frieren Sie? Oft liegt es nicht am Wetter, sondern an der falschen Kleidung. Welche Materialien Sie im Winter besser tragen sollten, erklären Expert:innen.
Minusgrade, grauer Himmel, kalte Luft und trotzdem steht das Training an. Respekt dafür! Aber Achtung: Gerade im Winter entscheidet nicht nur die Motivation, sondern vor allem das richtige Material darüber, ob Sie gesund bleiben oder völlig durchgefroren nach Hause kommen.
Denn ein häufiger Fehler passiert direkt auf der Haut.
Dieses Material ist der größte Winter-Fehler beim Sport
Baumwolle fühlt sich im Alltag super an. Beim Sport im Winter? Leider eine Katastrophe. Der Grund: Baumwolle saugt Schweiß auf wie ein Schwamm und gibt ihn kaum wieder ab. Sobald Sie ins Schwitzen kommen (und das passiert selbst bei Minusgraden), bleibt die Feuchtigkeit im Stoff.
Das Ergebnis:
- Die Kleidung wird nass
- Der Körper kühlt extrem schnell aus
- Sie frieren, vor allem in Pausen oder bei Gegenwind
- Das Risiko für Erkältungen und Muskelverspannungen steigt
Besonders kritisch: Baumwoll-Unterwäsche oder T-Shirts direkt auf der Haut. Genau dort soll Feuchtigkeit eigentlich schnell wegtransportiert und nicht festgehalten werden.
Warum Schwitzen im Winter besonders tückisch ist
Viele unterschätzen, wie sehr man auch bei Kälte schwitzt. Der Körper arbeitet, produziert Wärme und kühlt dann durch nasse Kleidung sofort wieder aus. Dieser ständige Wechsel ist purer Stress für den Organismus.
Expert:innen raten deshalb: Alles, was direkt auf der Haut liegt, muss atmungsaktiv sein.
Besser: Funktionsmaterialien & smarte Fasern
Statt Baumwolle setzen Profis auf synthetische Materialien oder Merinowolle. Die können nämlich genau das, was man im Winter braucht: Warm halten UND trocken bleiben.
Achten Sie auf Begriffe wie:
- Atmungsaktiv
- Moisture Wicking (Feuchtigkeitstransport)
- Warm & Dry
- Thermo
- Quick Dry
Diese Stoffe transportieren den Schweiß weg von der Haut nach außen, wo er verdunsten kann. So bleibt der Körper warm - ohne Hitzestau oder Auskühlung.
Was gehört also wirklich unter die Sportkleidung?
Die ideale Basisschicht (aka First Layer):
- Eng anliegend
- Leicht
- Aus Funktionsmaterial oder Merinowolle
- Keine Baumwolle: wirklich gar keine
Thermo-Unterwäsche ist dabei nicht nur etwas für Skiurlaub oder Bergtouren. Auch beim Laufen, Radfahren oder Outdoor-Training macht sie im Winter einen riesigen Unterschied.
Beim Sport bei Minusgraden gilt: Was Sie nicht sehen, ist oft am wichtigsten. Baumwolle mag gemütlich sein - beim Wintertraining ist sie fehl am Platz.