Perfekter Start

Die perfekte Morgenroutine: So starten Sie immer gut in den Tag

Sie stellt die Weiche für einen guten Tag. Wir haben Ideen und Tipps für Ihre gesunde Morgenroutine. 

Die Art, wie wir morgens aufstehen, sagt viel darüber aus, wie wir leben. Zwischen Snooze-Taste und erstem Kaffee entscheiden sich oft Ruhe oder Hektik, Fokus oder Zerstreuung. Eine bewusste Morgenroutine kann dabei helfen, den Tag nicht nur zu beginnen, sondern aktiv zu gestalten. Sie schafft Struktur und Orientierung, noch bevor äußere Anforderungen den Tagesverlauf bestimmen. Durch wiederkehrende Abläufe entsteht ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität, das Stress reduzieren kann. Mit den folgenden Anregungen möchten wir Impulse für einen gesunden Start in den Tag geben.

Licht macht wach

Die perfekte Morgenroutine: So starten Sie immer gut in den Tag
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Öffnen Sie unmittelbar nach dem Aufstehen alle Vorhänge und Rollos und lassen Sie Licht ins Zimmer. Natürliches Tageslicht signalisiert dem Körper, dass ein neuer Tag beginnt, und hilft dabei, die innere Uhr zu regulieren. Bereits wenige Minuten helles Licht am Morgen können die Ausschüttung von Melatonin, dem Schlafhormon, reduzieren und stattdessen Wachheit und Konzentration fördern. Besonders wirkungsvoll ist es, möglichst früh Tageslicht über die Augen aufzunehmen – etwa durch einen kurzen Aufenthalt im Freien oder am offenen Fenster. Licht am Morgen kann so nicht nur das Aufwachen erleichtern, sondern auch

Stimmung, Energielevel und Schlafqualität langfristig positiv beeinflussen. Wenn es in der Früh draußen noch dunkel ist, kann eine Tageslichtlampe oder ein Lichtwecker Abhilfe schaffen.

Stabilität durch Atmen

Tiefe Atemzüge in den Bauch helfen dabei, Stress abzubauen, den Herzschlag zu regulieren und die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Die Atemtechnik 4–4–4 ist eine einfache Atemübung, die besonders gut geeignet ist, um zur Ruhe zu kommen und sich bewusst auszurichten. Dabei atmet man zunächst vier Sekunden lang ruhig durch die Nase ein. Anschließend hält man den Atem für weitere vier Sekunden, ohne Druck oder Anspannung.

Danach folgt eine vier Sekunden lange, langsame Ausatmung, idealerweise ebenfalls durch die Nase oder entspannt durch den Mund. Dieser Rhythmus wird mehrere Male wiederholt und schafft eine gleichmäßige, beruhigende Atembewegung. Die 4–4–4-Atmung hilft, das Nervensystem zu stabilisieren, Gedanken zu ordnen und einen ruhigen, bewussten Start in den Tag zu finden.

Für die Fitness

Ein kurzes Training am Morgen wirkt belebend. Bewegung ist ein zentraler Baustein für die langfristige Gesundheit von Körper und Geist – ganz gleich, zu welcher Tageszeit, doch Studien zeigen, dass körperliche Aktivität am Morgen besonders positive Effekte auf Muskelkraft, Ausdauer, Blutzuckerwerte und den Hormonhaushalt haben kann. Entscheidend ist, herauszufinden, was Ihnen guttut, sich unkompliziert in Ihren Morgen integrieren lässt und Sie in eine positive Stimmung versetzt.

Für die einen bedeutet das eine Joggingrunde im Wald, für die anderen eine kurze Krafteinheit oder Yoga im Wohnzimmer. Wichtig ist, dass Sie regelmäßig in Bewegung bleiben und daraus eine nachhaltige Gewohnheit machen.

Fokussiert durch Schreiben

Für einen klaren Fokus kann Schreiben sehr hilfreich sein. Fragen wie Wo für bin ich heute dankbar?, Was ist heute wirklich wichtig? oder Wie möchte ich mich heute fühlen? dienen dabei als Orientierung. Kennen Sie die Morgenseiten? Sie sind eine einfache, aber wirkungsvolle Morgenroutine, die auf Julia Cameron und ihr Buch „Der Weg des Künstlers“ zurückgeht. Dabei schreibt man direkt nach dem Aufwachen drei handgeschriebene Seiten, ohne Ziel, ohne Struktur und ohne Rücksicht auf Stil oder Qualität. Es geht nicht darum, gut zu schreiben, sondern darum, alles festzuhalten, was gerade im Kopf ist – Gedanken, Sorgen, Ideen, Zweifel oder auch Belanglosigkeiten.

Die perfekte Morgenroutine: So starten Sie immer gut in den Tag
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Diese Form des ungefilterten Schreibens wirkt wie ein inneres Aufräumen. Indem man den Gedankenstrom zu Papier bringt, wird der Geist klarer und ruhiger. Wichtig ist dabei, sich nicht zu zensieren und das Geschriebene nicht zu bewerten. Idealerweise werden die Morgenseiten handschriftlich und vor allen äußeren Reizen geschrieben – also bevor man zum Handy greift, Nachrichten liest oder Gespräche beginnt. Wenn einem nichts einfällt, schreibt man genau das auf. Auch Wiederholungen, Widerstand oder Langeweile gehören zum Prozess und sind Teil seiner Wirkung. Regelmäßig praktiziert, können Morgenseiten helfen, Gedanken zu ordnen, emotionale Spannungen abzubauen und einen bewussteren Start in den Tag zu finden. Sie schaffen einen stillen Raum am Morgen, in dem man sich selbst begegnet – ehrlich, ungefiltert und ohne Leistungsanspruch.

Gewohnheit etablieren

Eine feste Morgenroutine entsteht durch Beständigkeit. Entscheidend ist, Rituale zu wählen, die realistisch in den eigenen Alltag passen. Schon wenige Minuten, die bewusst für Bewegung, Atmung oder einen ruhigen Moment reserviert sind, können langfristig Wirkung zeigen. Hilfreich ist es, die Routine möglichst zur gleichen Zeit und in der gleichen Reihenfolge durchzuführen, da Wiederholung Sicherheit schafft und Gewohnheiten festigt. Für das gute Gefühl, sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken.

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