Neustart

Ex-Dschungelcamperin Hanka Rackwitz: Nach Pleite will sie jetzt Teller waschen

Vom Dschungel-Ruhm zur harten Realität: Nach der bitteren Pleite tauscht TV-Ikone Hanka Rackwitz das Luxus-Schloss gegen die Zapfsäule im Dorfwirtshaus ein. 

Hanka Rackwitz (56), die einst im Jahr 2000 durch die zweite Staffel von „Big Brother“ zur Bekanntheit avancierte, schlägt ein neues, durchaus bodenständiges Kapitel auf. Die Frau, die das deutsche Reality-TV über zwei Jahrzehnte mit Ecken und Kanten bereicherte, tauscht nun das Scheinwerferlicht gegen das gemütliche Ambiente eines  Dorfgasthofes. In Freist möchte sie gemeinsam mit zwei Partnern dem historischen „Dorfkrug“ zu neuer Blüte verhelfen.

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„Ich habe mich vor der Welt versteckt“

Seit 2012 residierte Rackwitz im geschichtsträchtigen Wasserschloss St. Ulrich in Mücheln – ein Ort, der zwar durch seine Noblesse bestach, aber zuletzt offenbar zur Belastung wurde. „Ich habe mich hier versteckt vor der Welt“, gestand die 56-Jährige gegenüber RTL. Das feudale Exil passe nicht mehr zu ihrem aktuellen Lebensentwurf.

Die neue Herausforderung liegt nun rund 50 Kilometer entfernt: Im Erdgeschoss des Gasthauses will sie künftig Gäste bewirten, während sie im Obergeschoss ihr privates Refugium bezieht. Erste Sporen in der Gastronomie verdiente sie sich bereits als Küchenhilfe – eine Erfahrung, auf die sie nun aufbauen möchte.

Zwischen Aufbruchsstimmung und bürokratischen Hürden

Der Zeitplan ist ambitioniert: Bereits in einem Monat soll der Betrieb im „Dorfkrug“ anlaufen. Dass zum jetzigen Zeitpunkt noch essenzielle Unterlagen wie der Gewerbeschein und ein gültiges Brandschutzkonzept fehlen, scheint den Tatendrang der Neo-Wirtin nur bedingt zu bremsen. Die Prioritäten liegen derzeit auf der Praxis: Die hauseigene Kegelbahn wurde bereits erfolgreich auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft. Beim Entwurf der Speisekarte mahnte Rackwitz’ Schwester zur Vorsicht. Um die lokale Klientel nicht mit allzu exzentrischen Kreationen zu verschrecken, sollen die Gäste „langsam herangeführt“ werden.

 


 

Eine Karriere im Spiegel des Reality-TV

Der Weg nach Freist war gepflastert mit zahlreichen Fernsehstationen. Nach ihrem „Big Brother“-Debüt glänzte Rackwitz jahrelang als exzentrische Maklerin in der Doku-Soap „mieten, kaufen, wohnen“. 2017 sicherte sie sich im RTL-Dschungelcamp („Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“) den respektablen zweiten Platz. Zuletzt sah man sie 2025 kurzzeitig im „Sommerhaus der Stars“, das sie jedoch bereits nach drei Tagen wieder verließ. 2025 sprach sie offen über ihre prekäre finanzielle Lage. „Nichts mehr zu haben, tat mir gut“, sagte sie. 

Nun scheint der Wunsch nach Beständigkeit abseits der Kameras zu überwiegen. Ob der „Dorfkrug“ zum dauerhaften Heimathafen wird, bleibt abzuwarten – die Weichen für ein Leben als Wirtin sind jedenfalls gestellt.

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