Nach einem fatalen Klick wurde TV-Ikone Simone Thomalla Opfer einer perfiden digitalen Erpressung, bei der sie nicht nur ihren Instagram-Account an einen Hacker verlor, sondern nun auch fassungslos gegen die bürokratischen Windmühlen des Meta-Konzerns kämpft.
Die Statistiken der Kriminalpolizei sprechen eine deutliche Sprache: Digitale Erpressung ist der neue, unheimliche Trend in der Welt der Cyber-Kriminalität. Nun hat es ein prominentes Gesicht getroffen, das normalerweise für Gerechtigkeit vor der Kamera sorgt. Simone Thomalla, die beliebte Hauptdarstellerin der Serie „Frühling“, wurde Opfer eines hinterhältigen Hacker-Angriffs auf ihren Instagram-Account – und durchlebt seither einen bürokratischen Albtraum.
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Es war ein Moment der Unachtsamkeit am 14. März, der die 60-jährige Schauspielerin in die Fänge eines Kriminellen trieb. Eine vermeintlich harmlose Mail, weitergeleitet von ihrer ehemaligen Agentur, wurde zur Falle. „Ich habe unachtsam und unkonzentriert irgendwo draufgeklickt – und zack, war es passiert“, schildert Thomalla gegenüber BILD den fatalen Moment. Binnen Sekunden war der Zugang zu ihrem digitalen Sprachrohr gesperrt. Für eine Künstlerin ihrer Größenordnung ist dies mehr als nur ein technisches Ärgernis; es ist der Verlust eines essenziellen Kommunikationskanals zu ihrem Publikum.
Der „nette“ Erpresser und die Ohnmacht gegenüber Meta
Kurz nach dem digitalen Kapern meldete sich der Täter mit einer fast schon bizarren Botschaft bei der Schauspielerin. Mit den Worten „Ich bin kein schlechter Mensch“ versuchte der Hacker, sein Handeln zu rechtfertigen, während er gleichzeitig 1.400 Euro für die Freigabe der Zugangsdaten forderte.
Was folgte, war ein kafkaesker Spießrutenlauf durch die Support-Instanzen des Meta-Konzerns. Trotz intensiver Bemühungen, den Sachverhalt aufzuklären, schien das System von Mark Zuckerberg den Hacker bereits als rechtmäßigen Besitzer akzeptiert zu haben. „Sie haben geschrieben: ‚Lieber Ali...‘ Ich habe denen fast verzweifelt versucht klarzumachen, dass ich Simone Thomalla bin“, so die Schauspielerin fassungslos. Selbst ein Telefonat mit dem Konzern brachte keine Wende – die Antwort-Mail war erneut an den Hacker „Ali“ adressiert.
Lösegeld gezahlt – und dennoch betrogen
Auf Anraten von IT-Spezialisten ließ sich die ehemalige „Tatort“-Kommissarin schließlich auf einen Deal ein und zahlte die geforderte Summe. Doch die Hoffnung auf eine gütliche Einigung unter Kriminellen erwies sich als Trugschluss: Das übermittelte Passwort funktionierte nicht, stattdessen folgte prompt eine neue Geldforderung. „Das würde doch kein Ende nehmen“, resümiert Thomalla bitter, die sich nun weigert, weiteres Geld in dieses bodenlose Fass zu werfen.
Juristische Schritte gegen das digitale Nirgendwo
Mittlerweile hat Simone Thomalla die Reißleine gezogen. Sie erstattete Anzeige bei der Berliner Polizei und übergab den Fall einem Medienanwalt. Die Hoffnung ruht nun darauf, dass der öffentliche Druck den Tech-Riesen Meta doch noch zum Handeln bewegt. Es ist ein Kampf David gegen Goliath – mit dem Ziel, die digitale Identität einer der profiliertesten Schauspielerinnen des deutschen Sprachraums aus den Händen eines Erpressers zu befreien.