Vor den Augen von rund 80 geladenen Gästen trat das Paar am Samstagnachmittag im perfekt abgestimmten Partnerlook vor den Standesbeamten. Beide entschieden sich für dunkelblaue Anzüge, weiße Hemden und hellblaue Krawatten.
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Um exakt 17.18 Uhr erreichten Schumacher und Bousquet-Cassagne das Rathaus der französischen Küstenstadt. Dort wurde die Trauung vollzogen, bevor die Feierlichkeiten später auf dem Wasser und in einem exklusiven Strandrestaurant fortgesetzt wurden. Nach der Zeremonie setzte das frisch vermählte Paar mit einem luxuriösen Riva-Motorboot zur Hochzeitslocation "La Bouillabaisse Plage" über, wo am Abend ein großes Feuerwerk den Höhepunkt der Feier bildete.
Doch nicht nur die romantische Hochzeit sorgte für Gesprächsstoff. Für erhebliche Irritationen bei Schaulustigen, Touristen und Fotografen sorgte das außergewöhnlich strenge Sicherheitskonzept rund um die Trauung. Da die Hochzeit Teil der Sky-Dokumentation "Ralf und Étienne – Wir sagen Ja" ist, sollten offenbar ausschließlich ausgewählte Kamerateams und eine beauftragte Fotoagentur Bilder aufnehmen dürfen.
"Peinliches Schauspiel"
Um dies durchzusetzen, griffen die Sicherheitskräfte zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Immer wieder wurden große Regenschirme aufgespannt und Sichtachsen blockiert, sobald sich das Paar zeigte. Augenzeugen berichteten zudem von hektischen Gesten und Abschirmversuchen gegenüber Passanten und Fotografen. Besonders beim Verlassen des Rathauses wiederholte sich das Schauspiel. Während die Security versuchte, jede unerwünschte Aufnahme zu verhindern, reagierten zahlreiche Beobachter mit Unverständnis.
"Ein peinliches Schauspiel. Das geht gar nicht", zitierte die "Bild" einen deutschen Urlauber, der die Szene vor Ort verfolgte. Auch in sozialen Netzwerken wurde die Abschottung kritisch kommentiert. Viele Nutzer zeigten Verständnis für den Wunsch nach Privatsphäre, hielten das demonstrative Verbergen des Brautpaares bei einer öffentlichen Trauung jedoch für überzogen.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Krankenwagen, der kurz vor Ende der Zeremonie vor dem Rathaus auftauchte. Hinweise auf einen medizinischen Notfall gab es allerdings nicht. Hochzeitsgäste dementierten entsprechende Spekulationen. Bei Temperaturen von rund 33 Grad hatten die Veranstalter ohnehin alle Hände voll zu tun. Immerhin wurden die wartenden Gäste mit Fächern versorgt, auf denen augenzwinkernd der Spruch "Sea, Sex & Sun" zu lesen war.
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