In der fast 100-jährigen Geschichte der Academy Awards ist es das absolute Ausnahme-Szenario: Ein Gleichstand.
Bei der 98. Oscar-Verleihung ist wieder etwas passiert, das sehr selten vorkommt: Ein Gleichstand. Den Oscar für den besten Kurzfilm bekommen gleich zwei Produktionen verliehen: "The Singers" UND "Two Strangers Exchanging Saliva" gewinnen - ein Gleichstand!
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Der letzte Fall dieses mathematischen Wunders ereignete sich bei der 85. Oscar-Verleihung im Jahr 2013. In der Kategorie Bester Tonschnitt gab es am Ende kein Vorbeikommen an zwei Produktionen gleichzeitig. Die Academy kürte daraufhin beide Filme zum Sieger:
- Paul N. J. Ottosson nahm den Preis für das Drama „Zero Dark Thirty“ entgegen.
- Per Hallberg und Karen Baker Landers wurden zeitgleich für ihre Arbeit an „James Bond 007: Skyfall“ ausgezeichnet.
Legendäres Duell der Diven
Der wohl bekannteste Gleichstand der Filmgeschichte liegt jedoch deutlich weiter zurück. Im Jahr 1969 passierte das Unmögliche in einer der wichtigsten Kategorien des Abends: Beste Hauptdarstellerin.
Sowohl Barbra Streisand (für „Funny Girl“) als auch Hollywood-Legende Katharine Hepburn (für „Der Löwe im Winter“) hatten auf die Stimme genau das gleiche Ergebnis erzielt. Da beide die identische Unterstützung der Academy-Mitglieder genossen, schrieben sie als Doppel-Siegerinnen Geschichte.
So funktioniert die Abstimmung
Ein Gleichstand tritt nur dann ein, wenn die Auszählung der Stimmen in einer Kategorie eine absolute Patt-Situation ergibt. In einem solchen Fall sieht das Reglement der Academy vor, dass beide Nominierten eine Statuette erhalten. Trotz der tausenden stimmberechtigten Mitglieder ist dieses Ereignis bei insgesamt nur sechs Vorfällen seit 1929 eine wahre Rarität in der Welt des Glamours.