Eröffnung

Filmfestspiele Cannes: Demi Moore über KI-Gefahr & Ehrenpreis für Peter Jackson

Der rote Teppich ist ausgerollt: Am Dienstagabend, 12.3., wurden die 79. Filmfestspiele von Cannes feierlich eröffnet. 

Elf Tage lang steht die Côte d'Azur im Zeichen des Weltkinos. Zur Eröffnung versammelte sich die internationale Film-Elite, um nicht nur die Kunst zu feiern, sondern auch über die Zukunft der Branche zu diskutieren.

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Demi Moores KI-Appell

Schauspielerin Demi Moore, die dieses Jahr als Jurymitglied über die Vergabe der Goldenen Palme mitentscheidet, fand klare Worte zum Thema generative KI. Statt Abwehr forderte sie eine realistische Zusammenarbeit:

  • Die Prognose: Ein Kampf gegen die Technologie sei aussichtslos und werde verloren gehen.
  • Die Forderung: Die Industrie müsse Wege finden, mit der KI zu kooperieren, statt sie zu bekämpfen.
  • Die Sorge: Moore bezweifelte offen, ob die Branche bereits genug tue, um die Rechte der Kunstschaffenden zu schützen.

Cannes 2026
© Getty Images

Emotionale Ehrenpalme für Peter Jackson

Für feuchte Augen im Saal sorgte die Verleihung der Goldenen Ehrenpalme an Regie-Legende Peter Jackson (64). Besonders bewegend: Die Laudatio hielt kein Geringerer als „Frodo“-Darsteller Elijah Wood. Wood betonte, wie sehr Jackson nicht nur sein Leben, sondern das Kino insgesamt verändert habe. Zu Ehren des Neuseeländers performte das Duo Theodora und Oklou den Beatles-Klassiker „Get Back“.

Cannes 2026
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Korea im Zentrum der Macht

Jurypräsident Park Chan-wook reflektierte den Aufstieg des koreanischen Kinos. 22 Jahre nach seinem Erfolg mit „Oldboy“ betonte er, dass Korea längst nicht mehr am Rande, sondern im Zentrum einer sich erweiternden globalen Filmwelt stehe. Er versprach jedoch, trotz der Nominierung des koreanischen Beitrags „Hope“, eine vollkommen unvoreingenommene Bewertung der 22 Wettbewerbsfilme.

Politischer Auftakt

Die offizielle Eröffnung übernahmen die Schauspiel-Ikonen Jane Fonda und Gong Li. Fonda nutzte den Moment für eines der wenigen politischen Statements des Abends, als sie das Kino als einen „Akt des Widerstands“ bezeichnete. Bis zum 23. Mai wird die neunköpfige Jury nun darüber beraten, wer die begehrte Palme d'Or mit nach Hause nehmen darf.

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