Biografie

André Heller: Sein Leben als Buch

von
Andre Heller
© APA
Ab sofort im Handel: Biografie „Feuerkopf" über Krisen und Erfolge.
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„Solange man lebt“, sagte André Heller in einem ÖSTERREICH-Interview, „verwandelt man sich und versucht tagtäglich, dem Ziel, ein gelungener, mitfühlender Mensch zu sein, näher zu kommen.“

Jetzt kann man die Chronologie der vielen Verwandlungen Hellers in einem Buch mitverfolgen. Der renommierte Wiener Journalist Christian Seiler hat eine Biografie über den „Poet der vielen Disziplinen“ geschrieben, die gestern in der Albertina vorgestellt wurde. André Heller – Feuerkopf (C. Bertelsmann-Verlag, 24,99 Euro) schildert auf 448 Seiten die Lebensstationen des Wieners, der am 22. März seinen 65. Geburtstag feiert.

Ein Buch über große Erfolge und Krisen
Für internationale Schlagzeilen sorgte die Tatsache, dass im Buch nicht nur Hellers Erfolge, sondern auch seine Krisen zur Sprache kommen.

Wie berichtet, löste die Freundschaft des jungen Heller mit Helmut Qualtinger nicht nur kreative Höhenflüge aus, sondern auch so manchen schweren Kater, wenn sich Heller vom „schweren Alkoholiker“ Qualtinger dazu anregen ließ, selbst sehr tief ins Glas zu schauen. Später war er, nach dem Tod seiner Freundin Monika Krenner, eine Zeit lang abhängig von Schlafmitteln.

Episoden
Aber natürlich sind diese Episoden nur Fußnoten in einem Leben, das André Heller in vielen Genres an die Spitze seiner Zunft brachte. Heller war Radio-Revoluzzer, Popstar, Zirkus-Mitbegründer (Roncalli), und er wurde zum Impresario, dessen Shows, vom Variété Flic-Flac bis zu Afrika! Afrika!, international reüssierten.

Christian Seiler im Vorwort der Biografie: „Fast alles, was Heller anpackte, hatte Erfolg. Das schürte den Generalverdacht, er verbinde sich mit dem Kommerz. Wer jemals eine Show oder eine andere Großveranstaltung von ihm gesehen hat, weiß, dass das Gegenteil stimmt. Ihr Erfolg liegt darin begründet, dass er den Menschen etwas zumutet, nicht, dass er sie berieselt.“

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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