Erster Blick

ESC-Medley, Zittern & Swarovski-Glamour - So läuft das Finale

Am Samstag blickt die ESC-Welt nach Wien. Grande Finale im Song Contest. oe24 hat dafür schon die Proben gesehen. Es wird spektakulär und glamourös. 

Hochspannung um Israel, vor allem nach den Störaktionen im 1. Halbfinale. Das Duell der großen Wett-Favoriten Linda Lampenius und Pete Parkkonen (Finnland) mit der australischen Diva Delta Goodrem und dem griechischen Wirbelwind Ayklas um den Sieg und Daumendrücken für unseren Cosmó. Der 70. Song Contest, der ja bereits seit Sonntag ganz Österreich in Atem hält, geht am Samstag endlich ins Grande Finale. Ab 21 Uhr singen 25 Länder in der Wiener Stadthalle um den Sieg. Es wird eine vierstündige Zitterpartie und ein globales TV-Spektakel. An die 170 Millionen Zuseher sind dabei. Der ORF hofft nach dem ausbaufähigen Interesse an den beiden Semi-Finale (622.000 bzw. 680.000 Zuseher) nun auf Quoten von Opernball-Dimension. Das wären um die 1,5 Millionen ESC-Fans. 

Dafür greift man in die Vollen: Die Final-Show, die mit einer Video-Reise von JJs Papierschiffchen von Basel Richtung Wien, einem Gold-Auftritt mit der Siegerhymne „Wasted Love“ und der traditionellen Flaggenparade der 25 Finalisten eröffnet wird, stellte schon am Freitag bei der Generalprobe die Quali-Runden mehr als in den Schatten. Auch weil Victoria Swarovski, die beim Opening in einem grünen Glitzerkleid glänzt, und Michael Ostrowski nach Anfangs-Schwierigkeiten und Internet-Häme („Moderation des Todes!“) endlich im ESC angekommen sind: geradlinige Moderation statt halblustigen Sprüchen.  

Ablauf des Finales

Um 21.17 Uhr startet der dänische Fan-Favorit Søren Torpegaard Lund das Wettsingen, bei dem es gleich nach dem waghalsigen Bühnensturz von Sarah Engels um 21.25 Uhr möglicherweise wieder Zündstoff gibt. Der Israeli Noam Bettan wurde ja in der ersten Quali-Runde von Störaktionen begleitet. Verhaftungen inklusive. Sind das bunte Videospiel „Ferto des griechischen Wirbelwinds Ajkylas (Startnummer 6) und die oscarreife Inszenierung “Eclipsed“ der Australierin Delta Goodrem (8) schon früh am Start, so dürfen die Wettkönige Linda Lampenius und Pete Parkkonen aus Finnland (17) mit dem Klassik-Pop-Crossover „Liekinheitin“ erst nach der zweiten Werbepause ran. Der ORF schneidet deshalb ja schon wieder ein witziges „Professor Eurovision“-Video von Victoria Swarovski - diesmal zum Thema ESC-Rekorde - raus.

Noam Bettan
© Getty

Show-technisch darf man auf einer von 8.500 Scheinwerfern begleiteten Bombast-Bühne wieder das größte Spektakel das Pop erwarten: Windmaschine (Belgien), Laser-Overkill (Schweden), Hexenzirkel (Kroatien), Feuer-Fontänen (Norwegen) und coole Video-Tricks (Moldau). Mehr Show geht nicht!

ESC-Medley, Zittern & Swarovski-Glamour - So läuft das Finale
© Eurovision.com

Um 23.07 Uhr zündet unser Cosmó dann als letzter Teilnehmer mit der Startnummer 25 endlich den „Tanzschein“. Dann beginnt das große, und vor allem extrem lange Zittern, das zum 70-jährigen Song Contest Jubiläum mit Star-Power untermalt wird. Mit dabei legendäre ESC-Veteranen wie Lordi, Erika Vikman, Verka Serduchka oder Kristian Kostow mit einem Medley aus ewigen ESC-Klassikern wie „Puppet on a String“ , „Save all Your Kisses For Me“, „Euphoria“ „Congratulations“, „Waterloo“ oder „Volare“, eine Super-Bowl-würdige Pausenshow von Parov Stelar zum neuen Hit "Black Lilies" und César Sampson mit dem Billy-Joel-Cover „Vienna“. Nur Conchita, die uns ja 2014 den „Schas gewann“, hat sich leider schon vorab aus dem Song Contest Kosmos verabschiedet.

Lordi, Erika Vikman, Verka Serduchka und Kristian Kostow

Lordi, Erika Vikman, Verka Serduchka und Kristian Kostow

© Zeidler

Um 23.45 Uhr stoppen Swarovski und Ostrowski, die im Fianle deutlich weniger Wortanteil als in den Quali-Runden haben, das Voting. Knapp 10 Minuten später soll mit der Schweiz die Punktebekanntgabe der 35 Länder starten. Da hoffen wir ganz oft auf den berühmten Satz: „Austria: 12 Points“. Um 0.25 Uhr verkündet Ö3-Wecker-Mann Philipp Hansa die österreichische Wertung. Damit steht dann auch die Jurywertung fest.

esc
© apa

Finnland als Favorit

In umgekehrter Reihenfolge dieser Televoting-Wertung werden anschließend die Publikumspunkte vergeben. Hochspannung, die sich bis zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen steigert. Erst um 1 Uhr früh steht der Sieger des 70. Song Contest fest. Schenkt man den Wetten Glauben, dann sind es die Finnen Linda Lampenius & Pete Parkkonen.

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