Neue Aufregung um Israel beim Song Contest in Wien. In einem offenen Brief fordern jetzt namhafte Künstler den Ausschluss von Israel oder einen Fan-Boykott.
Nach langen Diskussionen, dem Boykott von mindestens 5 Teilnehmer-Ländern u.a. Spanien, Irland und die Niederlande und einer angekündigten Gegendemo in Wien werden nun auch über 1.000 Musikstars gegen Israel laut. In einem offenen Brief fordern Topstars wie Peter Gabirel, Pink-Floyd-Chef Roger Waters, Macklemore oder Paul Weller die Europäische Rundfunkunion auf, Israel die Teilnahme am 70. Song Contest in Wien zu verbieten.
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„No Music For Genocide“ hat einen offenen Brief veröffentlicht, der von über 1.100 Kulturarbeitern und Künstlern unterzeichnet wurde und die Fans dazu aufruft, den diesjährigen Eurovision Song Contest zu boykottieren, es sei denn, Israel wird von der Teilnahme ausgeschlossen.
Roger Waters (o.) und Peter Gabriel (u.) fordern Boykott.
Der offene Brief der am 21. April veröffentlicht wurde, wurde von Künstlern wie Roger Waters, Peter Gabriel, Brian Eno, Macklemore, Massive Attack, Paloma Faith, Paul Weller, Kneecap, Hot Chip, Of Monsters and Men, IDLES, Primal Scream, Sigur Rós, Young Fathers, Mogwai, Black Country New Road, Erika de Casier, Nadine Shah, Dry Cleaning, Ólafur Arnalds, David Holmes, Nemahsis, , Vacations sowie einer Reihe ehemaliger Eurovision-Finalisten unterzeichnet.
Macklemore (o.) und Weller (u,) wollen Israel die Teilnahme verbieten.
Sie rufen öffentlich-rechtliche Sender, Künstler, Veranstalter von Public-Viewing-Partys, Crew-Mitglieder und Fans dazu auf, nicht am Eurovision Song Contest teilzunehmen oder ihn zu unterstützen, bis die EBU Israel von der Teilnahme ausschließt, wie sie es 2022 nach der illegalen Invasion der Ukraine bei Russland getan hat.
Noam Bettan (o.) singt für Israel beim Song Contest in Wien
Die Unterzeichner des Briefes schreiben, dass sie „ablehnen, dass der Eurovision Song Contest dazu benutzt wird, Israels Völkermord, Belagerung und brutale militärische Besetzung der Palästinenser zu beschönigen und zu normalisieren.
„Wir stehen in Solidarität mit den palästinensischen Aufrufen an öffentlich-rechtliche Sender, Künstler, Veranstalter von Public-Viewing-Partys, Crew-Mitglieder und Fans, den Eurovision Song Contest zu boykottieren, bis die EBU den mitschuldigen israelischen Sender KAN ausschließt“, heißt es im Brief. Und weiter: „Die heuchlerischen Reaktionen der EBU auf die Verbrechen Russlands und Israels haben jede Illusion von der behaupteten ‚Neutralität‘ des Eurovision Song Contests beseitigt. 2022 sagte die EBU, dass die Teilnahme Russlands den Wettbewerb ‚in Verruf bringen würde‘“, heißt es weiter.