Nach der Ankündigung von Auftritten des US-Skandalrappers Kanye West bei einem Festival in London wird in Großbritannien ein Einreiseverbot für den Musiker gefordert, nun ist eine Entscheidung gefallen.
Die wochenlange Debatte um den US-Rapper Kanye West (48) in Großbritannien hat ein Ende gefunden. Wie nun bekannt wurde, hat die britische Regierung dem Musiker die Einreise in das Land offiziell untersagt. Damit ist sein geplanter Auftritt als Headliner beim bekannten Wireless Festival von 10. bis 12. Juli in London endgültig geplatzt.
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Zuvor hatte der Festival-Veranstalter Melvin Benn noch bestätigt, dass West in den vergangenen Tagen überraschend ein Visum erhalten habe. Nach massiver Kritik aus der Politik zog das Innenministerium nun aber die Notbremse.
Der 48 Jahre alte Rapper, der mittlerweile unter dem Namen Ye firmiert und in der vergangenen Woche in Los Angeles auftrat, war immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Kommentaren aufgefallen. Er soll im Sommer (10. bis zum 12. Juli) beim Wireless Festival im Finsbury Park an den Abenden als Headliner auftreten. Premierminister Keir Starmer hatte die Planung als "zutiefst besorgniserregend" bezeichnet.
West entschuldigte sich
West hatte im vergangenen Jahr ein Lied mit dem Titel "Heil Hitler" veröffentlicht. Anfang 2026 hatte er im "Wall Street Journal" um Entschuldigung gebeten. "Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit", schrieb der Ex-Ehemann von Kim Kardashian und führte seine früheren Äußerungen auf eine bipolare Störung zurück.
Kanye West selbst hatte zuletzt noch beteuert, er wolle "Wandel durch Taten" zeigen und sich vor seinem Auftritt mit Vertretern der jüdischen Gemeinde in London treffen. Diese Entschuldigungen reichten den britischen Behörden offenbar nicht aus.
Wirtschaftlich stand das Festival wegen der Personalie West stark unter Druck. Groß-Sponsoren wie Pepsi, Diageo, Rockstar Energy und PayPal hatten sich in den letzten Tagen bereits aus dem Sponsoring zurückgezogen. Als Konsequenz mussten die Veranstalter das Festival umgehend absagen.