25 Jahre später

Arzt-Fehler? Schwere Vorwürfe von Peter Kraus nach Tod der Tochter

Rock-’n’-Roll-Legende Peter Kraus spricht nach Jahren des Schweigens über den tragischen Krebstod seiner Tochter Gaby und erhebt schwere Vorwürfe gegen den damaligen behandelnden Arzt. 

Es ist der wohl schwerste Schicksalsschlag, den Eltern verkraften müssen: Im Oktober 2001 verlor Rock-’n’-Roll-Legende Peter Kraus (87) seine Tochter Gaby. Sie erlag im Alter von nur 39 Jahren den Folgen einer Brustkrebserkrankung. 25 Jahre nach dem schmerzhaften Verlust bricht der in München geborene Sänger nun sein Schweigen. Im Gespräch mit der Zeitschrift „Meine Freizeit“ schildert er, warum eine damalige Entscheidung seiner Tochter seiner Meinung nach ein folgenschweres Todesurteil war. 

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Gaby war nicht die leibliche Tochter des Musikers, sondern stammte aus einer früheren Beziehung seiner Ehefrau Ingrid (83). Nach der Hochzeit adoptierte Peter Kraus das Mädchen im Alter von sieben Jahren und zog es wie sein eigenes Kind auf. Dass sie die Tochter eines Megastars war, sollte Gaby jedoch zum Verhängnis werden. 

Ingrid und Peter Kraus sind als Paar nur noch weiter gewachsen. 

Ingrid und Peter Kraus sind als Paar nur noch weiter gewachsen. 

© Getty Images

Der Vorwurf: Fatale Fehlentscheidung bei der Arztwahl

Aus falscher Bescheidenheit wollte Gaby den prominenten Namen ihres Vaters während ihrer schweren Krankheit niemals ausnutzen. Ein fataler Fehler, wie Peter Kraus heute weiß: „Sie hat sich immer geweigert, meinen Namen in irgendeiner Form zu Hilfe zu nehmen. Weil sie dachte, so ein ‚Schickimicki-Arzt’ sei nicht ihre Sache, wechselte sie zu einem anderen Arzt.“


 

Für den 87-jährigen Sänger steht rückblickend fest: „Das war mit Sicherheit ein Fehler. Sonst könnte sie noch leben.“ Der schwere Vorwurf des Ehepaars richtet sich damit direkt gegen jenen Mediziner, der die junge Frau damals behandelte.

Mutter Ingrid rekonstruiert die Horror-Behandlung

Mutter Ingrid Kraus erinnert sich im Interview noch schmerzhaft genau an die damaligen Ereignisse und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Arzt. Dieser habe den Ernst der Lage völlig verkannt: „Der andere Arzt sagte, das sei bestimmt nur ein Milchknoten in ihrer Brust. Aber zu ihrer Beruhigung würde er eine Biopsie machen.“

Familie Kraus mit Gaby (rechts) zu Lebzeiten. 

Familie Kraus mit Gaby (rechts) zu Lebzeiten. 

© Getty Images

Zu der angekündigten Gewebeprobe sei es laut der 83-Jährigen aber gar nicht erst gekommen. Stattdessen habe der Mediziner sofort das Skalpell angesetzt – unter schockierenden Umständen: „Ohne Narkose, nur unter örtlicher Betäubung, hat er diesen Knoten rausgeschnitten.“ Für die trauernde Mutter steht fest: „Sie ist einfach nicht richtig behandelt worden. Und hinter dem Knoten war gleich noch einer. Damit war eigentlich von vornherein alles aus.“ 

Der Tod schweißte die Familie noch enger zusammen

Die tiefe Trauer um Gaby ist im Hause Kraus auch nach all den Jahrzehnten allgegenwärtig. Vor allem in der ersten Zeit nach dem Verlust sei Peter Kraus der Fels in der Brandung für seine Frau gewesen. „Peter war mir eine absolute Stütze. Wir haben in der Zeit so viel Schreckliches erlebt“, zeigt sich Ingrid dankbar.

Peter und Mike Kraus. 

Peter und Mike Kraus. 

© Getty Images

Halt findet das Ehepaar, das für seinen eisernen Zusammenhalt bekannt ist, auch bei seinem gemeinsamen Sohn Mike (53). Der frühe Tod von Gaby hat der Familie auf schmerzhafte Weise vor Augen geführt, wie kostbar und vergänglich die gemeinsame Zeit ist.

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