Schon die Habsburger liebten das "weiße Gold" – die heimische Prominenz begab sich bei der Spargelgala auf deren Spuren und genoss den Gourmetschmaus mit vielen Überraschungen.
Wenn im Marchfelderhof die „weißen Stangen“ Einzug halten, dann geschieht dies nicht mit profanem Besteckgeklapper, sondern mit dem Glanz und Gloria, den dieses geschichtsträchtige Haus seit jeher zelebriert. Zur traditionellen Eröffnung der Spargelwochen bat Hausherr Peter Großmann die Wiener Haute Volée zu Tisch – und lieferte sogleich die historische Rechtfertigung für die kulinarische Eskapade.
Beatrice Turin, Kathi Stumpf, Julian F.M. Stoeckel und Ekaterina Mucha.
„Die Habsburger wussten sehr genau, weshalb sie ihre Prachtschlösser ins Marchfeld setzten – grenzen diese doch nahezu unmittelbar an die legendären Spargelfelder“, konstatierte Großmann mit einem feinen Augenzwinkern.
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Ein Segen „von ganz oben“ und kulinarische Finessen
Angeführt von der Grande Dame der Wiener Society, Birgit Sarata, flanierte die illustre Gesellschaft – darunter die Schweizerhaus-Dynastie Hanni und Karl Kolarik – zur feierlichen Spargelsegnung. Pater Peter Paskalis schickte eine innige Bitte gen Himmel, auf dass die Ernte reichlich und die Saison erfolgreich verlaufe.
Birgit Sarata und Karl Kolarik genossen den Abend.
Was Küchenchef Josef „Pepo“ Krajco im Anschluss auftragen ließ, hätte wohl auch Majestät Franz Joseph gemundet: Das 4-gängige Menü spannte den Bogen von Spargel-Olivenragout über Spargel Panna Cotta mit hausgebeiztem Lachs bis hin zu einer feinen Spargelmelange und Rindsschulter unter einer Brioche-Spargelhaube. Mittendrin im Genuss: Unternehmerin Kathi Stumpf, das Verlegerehepaar Mucha, Fernsehlegende Ingrid Wendl sowie Falcos letzte große Liebe, Caroline Perron.
Krönungen und süße Geheimnisse
Kein König ohne Königin – und kein Event ohne eine ordentliche Portion Extravaganz. Der eigens aus Deutschland importierte Entertainer Julian F. M. Stoeckel schritt zur Tat und krönte Carolina I. zur offiziellen Spargelkönigin.
Peter Großbauer mit Spargelkönigin und Julian F.M. Stoeckel.
Doch nicht nur das Gemüse stand im Fokus der Aufmerksamkeit. Für das Tuschelthema des Abends sorgte Profitänzerin Conny Kreuter, die einen glanzvollen Auftritt aufs Parkett legte und dabei erstmals ihren deutlich sichtbaren Babybauch präsentierte.
Conny Kreuter mit Baby-Bauch und Beatrice Turin.
Gemeinsam mit Sängerin Beatrice Turin und Stargeigerin Barbara Helfgott zeigte sie sich so inspiriert vom royalen Protokoll, dass das Trio prompt Julian F. M. Stoeckel als Spargel-Prinzen für das kommende Jahr vorschlug.
Birgit Sarata, Julian F.M. Stoeckel und Alexandra Reinprecht.
Wehmut und Ehrungen
Trotz der ausgelassenen Stimmung, die durch die edlen Tropfen von Winzerin Katharina Baumgartner sichtlich befeuert wurde, hielt man inne, um des legendären Marchfelderhof-Begründers Gerhard Bocek zu gedenken. Die ihm zu Ehren verliehene Gedenkmedaille ging in diesem Jahr an Bundesminister a.D. Dr. Werner Fasslabend.
Caroline Perron und Peter Vieweger.
In ihrer pointierten Laudatio betonte die ehemalige Botschafterin Helene von Damm die tiefe Verbundenheit der beiden, die bis in die gemeinsame Schulzeit zurückreichte. „Nicht nur verband Bocek und Fasslabend ihre gemeinsame Schulzeit – beide haben sich auch mit außergewöhnlichem Engagement für das Marchfeld, seine Schlösser, die Landesausstellungen sowie für den Anbau und die österreichweite Bekanntheit des Marchfeld-Spargels eingesetzt“, so Großmann über die verdiente Auszeichnung.
Kathi Stumpf und Alexander Beza.
Christian und Ekaterina Mucha mit Beatrice und Heimo Turin.
Ein musikalisches Revival zum Finale
Zum Abschluss wurde es im Gobelinsaal noch einmal richtig schwungvoll. Die John Fox Band ließ mit Klassikern wie „Narrenkast’l schaun“ für einen Moment die Zeit stillstehen. Ein Ende, das ganz im Sinne des unvergessenen Gerhard Bocek gewesen wäre, wie die Gastro-Größen Robert Letz und Heinz Hanner unisono festhielten.