Offenes Gespräch mit Talkmasterin

Meghan und Harry bei Oprah: Das Interview im Wortlaut

Erstmalig: Das große Interview von Meghan und Harry bei Oprah auf deutsch zum Nachlesen.

Das große Interview zwischen Talkmasterin Oprah Winfrey und Meghan (zuerst sitzen die beiden Frauen allein und reden, dann kommt Harry dazu), startet damit, dass Oprah erzählt, sie habe Meghan im Mai 2018 angerufen und gefragt, ob sie ihr ein Interview geben würde. Damals war aber nicht die richtige Zeit dafür.
 
Meghan : "Ich hätte damals nicht einmal über die Möglichkeit eines solchen Gespräches reden dürfen!" Sie führt weiter aus, auf diesen Zeitraum angesprochen: "Es war damals nicht in meiner Macht eine solche Entscheidung zu treffen! Ich war lange Zeit eine unabhängige Erwachsene und dann bin zu diesem Konstrukt gekommen, das doch so anders ist, als die Leute es sich vorstellen. Es ist sehr befreiend nun die Möglichkeit zu haben, ja zu unserem Gespräch zu sagen."

Über die Hochzeit von Meghan und Harry

Meghan spricht darüber, wie sie die Hochzeit mit Harry empfunden hat: "Das war nicht unser Tag sondern ein organsierter Tag für die Welt, ich wusste nicht was auf mich zukommen würde. Man hat eine romantische Vorstellung die überhaupt nicht mit dem übereinstimmt wie es wirklich ist." Dann verrät sie ein Geheimnis: "Niemand weiß das, aber wir haben den Erzbischof angerufen. Wir haben gesagt: Dieses Spektakel, es ist für die Welt. Wir wollen unseren Bund zwischen uns. Die Eheversprechen, die gerahmt bei uns im Zimmer hängen, die sind nur von uns beiden im Garten mit dem Erzbischof von Canterbury".

Meghan Queen Cheshire
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Verstanden sich gut: Meghan und die Queen

Erstes Treffen mit der Queen 

Meghan wird von Oprah  über die erste Begegnung mit der Queen befragt: "Das erste mal als ich die Queen traf, war das sehr formell." Ein Schlüsselerlebnis soll der Hofknicks beim ersten Treffen gewesen sein, denn Meghan wusste bis kurz davor nicht, dass es einen solchen geben würde. Meghan: "Ich sagte zu Harry: 'Das ist deine Grandma! Nein, es ist die Königin!' Ein Royal zu sein, ist etwas ganz anderes als prominent." Doch Meghan genoss dieses erste Treffen mit der Queen: "Es war sehr herzlich, wir tranken miteinander Tee, plauderten. Ich fühlte mich willkommen, sie war sehr nett zu mir."

Video zum Thema: Die Details zum Harry & Meghan Interview

Streit mit Kate

Meghan wird auch nach der Schlagzeile gefragt, in der es hieß, sie habe Kate zum weinen gebracht: "Genau das Gegenteil war der Fall! Sie brachte mich zum Weinen!" Im Vorfeld der Hochzeit hätten die beiden Differenzen wegen den Kleidern der Blumenmädchen gehabt, die Situation schaukelte sich hoch und schließlich flossen bei  Meghan  Tränen. Doch das sei später bald bereinigt worden, mit Blumen und einer Entschuldigung. Meghan über Kate: "Sie ist eine gute Person. Aber dieses gegenseitig ausspielen ist schrecklich."
 
Meghan Harry Kate William
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Nicht einfach - Leben mit der Royal-Family

Meghan über das royale Leben

Wie ist es bei den Royals, die auch "Die Firma" genannt werden? Meghan: "Nichts ist so wie es aussieht, Lunch mit Freunden ist nicht möglich. Ich hätte mich nicht einsamer fühlen können, es gab so wenig, was ich tun durfte. Es war so, wie das was jetzt alle im Lockdown erlebt haben."

Schicksalhafte Südafrika-Reise und Rassismus

Meghan über die erste Auslandsreise mit Harry: "Da hab ich realisiert wie unsere Realität aussehen wird: Mein Baby sollte keine Security bekommen, uns war es egal, ob er Prinz wird, aber wir wollen dass er sicher ist. Es gibt keine Erklärung dafür, die Entscheidung traf die Familie. Ich bin unabhängig von meinen Titel ich war Kellnerin, die erste farbige Person in dem Haus die auch die erste Person die keinen Titel und keine Security bekommt. Warum ändern sie die Regeln für Archie? Es war nicht unsere Entscheidung. Als ich schwanger war, gab es die Diskussion und Frage welche Hautfarbe er haben wird. In Südafrika sah ich wie wichtig es für die Leute in Afrika ist jemanden zu sehen der so aussieht wie sie.

Meghan über Selbstmordgedanken

"Es gab einen Knackpunkt: ich sah keine Lösung mehr. Es war schwer,  Harry  das zu sagen, aber ich hätte so nicht weiterleben können... ich wollte Hilfe, habe bei der Firma gefragt und gesagt dass ich Hilfe brauche. die sagten nein, weil ich kein bezahltes Mitglied der Firma bin. Ich habe um meine mentale Gesundheit gefürchtet ich hatte Selbstmordgedanken... man kann nirgends hingehen einfach ein Taxi bestellen oder wegfahren. Sie hatten meine Ausweise, meinen Pass, meine Schlüssel."
Dann beichtetet Meghan Harry alles, am Tag vor einer Veranstaltung in der Royal Albert Hall: an diesem morgen habe ich Harry gesagt, dass ich in der Nacht darüber nachdenke dass ich nicht mehr am leben sein will. Ich habe ihm gesagt, dass das gefährlich ist... er wollte allein gehen, aber ich habe gesagt: du darfst mich nicht allein lassen weil ich nicht weiß was ich mir antue
und die Bilder die ich sehe, zeigen mich strahlend lachend - das zeigt wie falsch das alles ist. Es braucht so viele Courage zuzugeben dass du Hilfe brauchst.

Meghan über Reaktionen vom Palast

Wie wird der Palast reagieren, fragt Oprah: Meghan: "Ich habe keine Angst, ich weiß nicht, wie sie glauben können, dass wir nach alle dem schweigen. Ich habe viel verloren, meinen Vater, ein Baby, meine Identität. Ich will, dass die Leute wissen, dass da eine andere Seite ist und dass es das leben wert ist zu leben.

Über das zweite Kind

Harry verkündet mit Meghan das Geschlecht des ungeborenen Kindes: "Ein Mädchen! Das ist großartig, jetzt sind wir eine komplette Family... Im Sommer kommt sie.

Harry über seine Mutter und die Presse

"Im Haus in Kanada hatten wir auch Security, haben keine vom Palast bekommen. Zwei Jahre haben wir darüber gesprochen, dass wir weggehen wollen." Oprah fragt: "Die Medien sagten, dass sie die Queen übergegangen haben..." Harry: "Wir haben um Hilfe gebeten und keine bekommen deshalb sind wir gegangen, ich habe auf uns zukommen sehen was meiner Mutter widerfahren ist. Ich habe nicht erwartet, dass das auf mich zukommen würde was auf mich zukam als ich eine Freundin hatte. Ich habe eine lange Geschichte mit der britischen Presse. Ich bin die Queen nicht übergangen - niemals - ich habe großen Respekt vor meiner Großmutter. Ich habe oft mit ihr gesprochen und zwei mal mit meinem Vater er sagte ich soll alles niederschreiben. Es ist traurig dass es so kam aber wir mussten das tun. Meine Familie hat die Mentalität das ist eben so, wir haben das alle selbst erlebt. Es gab viele Möglichkeiten public support zu zeigen, aber sie haben nichts gesagt und das tut weh... Doch ich weiß, wie schwer es meine Familie hat, mit der Presse. Angst regiert das haus seit vielen Generationen. Die Symbiose mit den Medien ist ein Konstrukt, das war dann nicht nur Gossip sondern hat unseren Sicherheitslevel verändert. Nach der Australienreise hat sich alles verändert - da sah die Familie wie großartig sie (Meghan) ist, waren sie eifersüchtig. Eigentlich hätten sie das beste Instrument mit Meghan für die Welt gehabt." Meghan erklärt: Harry wurde die Security entzogen. Oprah will wissen: Was würde Diana darüber sagen? "Sie wäre sehr traurig und böse darüber wie das ausging, aber sie wäre froh!"

Darum die Mega-Streaming-Deals

Harry: "Netflix und der Podcast waren nicht teil des Plans, doch im ersten viertel von 2020 hat meine Familie mit mir gebrochen, kein Geld, keine Security. Ich hab in letzter zeit mehr kontakt zu meiner Oma als früher. Über Papa Charles sagt Harry: "Es ist schwierig er weiß, wie schwer es ist und schmerzhaft; ich werde ihn immer lieben, aber die Dinge sind passiert." Harry über William: "Wir sind zusammen durch die Hölle gegangen aber wir haben verschiedene Leben."

Archie Meghan Harry
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Archie, Meghan und Harry

Rassismus-Vorwürfe

Harry: "Ich werde nie über diese Konversation sprechen, aber das war schockierend und das war der beginn. Schon vor der Hochzeit war klar, dass das richtig hart wird. Wir haben alles getan, um auch die Familie zu schützen. Unser Leben jetzt ist wundervoll. Das schönste ist, mit ihm (Archie) radzufahren und zu sehen wie er Dinge machen kann, die ich nie machen konnte als Kind.

Über seinen Bruder William

"Mit William ist das Verhältnis gespalten, aber ich bin stolz auf uns und auf meine Frau. Sie hat so eine grausame zeit hinter sich gebracht... wir haben gemacht, was wir tun mussten. Wir erleben ein happy end hier! Meghan hat mich gerettet." Meghan: "Er hat mich gerettet!"
 
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