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Auf dem ORF-Prüfstand

Heinzl muss um Job zittern

Der ORF plant für 2013 angeblich schon ohne Heinzl-Format „Chili“.

Das warme Frühlingswetter kam für Dominic Heinzl und Chili zum ungünstigsten Zeitpunkt: Im Schnitt nur 111.000 Zuschauer und fünf Prozent Marktanteil verzeichnet die Sendung am lauen Dienstag-Abend. Wenige Tage zuvor hatte ORF-Fernseh-Direktorin Kathrin Zechner verkündet, Chili muss auf den Prüfstand und sich mit anderen Formaten um den bisherigen Sendeplatz (Mo. - Fr., 19.45 Uhr) matchen.

Ende des Jahres läuft Heinzls 2,5 Millionen Euro schwerer Vertrag mit dem ORF aus. Wie es dann weitergeht, ist offen. Hinter vorgehaltener Hand heißt es auf dem Küniglberg aber, dass die (Budget)-Planungen für 2012 bereits ohne das teure Chili laufen.

„Dominic wird seinen Vertrag bis zu dessen Ende erfüllen und jeden Tag eine Sendung abliefern“, heißt es in Heinzls Umfeld. Nachsatz: „Chili läuft derzeit auf einem sehr schwierigen Sendeplatz, alles was besser ist, wird gerne genommen.“ Heinzl selbst ging nach ersten Medienberichten zur Chili-Zukunft auf Tauchstation.

Kreativ-Match
Zechner hat am vergangenen Freitag einen Kreativ-Wettbewerb zwischen verschiedenen Teams und neuen Formatideen ausgerufen. Dieser soll vor allem neue Sendungen für den Vorabend von ORF eins liefern. Diese schwierige Programmzone soll laut Zechner künftig „eine unverwechselbare Handschrift tragen, eigenproduziert und österreichisch“ sein.

„Chili ist österreichisch, passt also genau in dieses Anforderungsprofil“, betont ein Vertrauter von Heinzl.

Chili kostet 2,5 Millionen Euro

  • Der Vertrag: Dominic Heinzl wurde mit Jahresbeginn 2009 von ATV zum ORF geholt. Der Vertrag für die Moderation und Produktion von Chili läuft über drei Jahre bis Ende 2012.
  • DAs Honorar: Heinzls Vertrag mit dem ORF wurde ursprünglich auf 3,3 Millionen Euro taxiert. Ende 2010 handelte ORF-Finanzdirektor mit Heinzl eine Reduktion auf 2,5 Millionen Euro aus.
  • Die Quoten: Heinzl betonte vor kurzem gegenüber ÖSTERRECH, die Quoten von Chili liegen stabil bei 150.000 bis 160.000 Sehern, in Einzelfällen sogar bei 200.000 Zuschauern. Aktuelle Werte: Mo: 134.000 & Di: 111.000 Seher.
  • Die Konkurrenz: Die Seitenblicke liegen bei mehr als 800.000 Sehern. Vertrag kürzlich verlängert.

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