Neue Serie

Diane Kruger appelliert: "Frauen sollten mehr zusammenhalten"

Mehr weiblicher Zusammenhalt statt Konkurrenzdenken: Hollywood-Star Diane Kruger spricht sich offen für stärkere Solidarität unter Frauen aus. 

„Es kann Konkurrenz, Streit oder Meinungsverschiedenheiten geben. Aber am Ende sind wir Schwestern“, sagte Diane Kruger der „Bild“-Zeitung am Montag. Männer würden seit jeher vom sogenannten „Boys Club“-Prinzip profitieren. „Ich wünsche mir, dass wir Frauen uns diese Selbstverständlichkeit genauso erlauben“, so die Schauspielerin.

Ihr Appell: weniger Gegeneinander, mehr Miteinander

Diese Haltung spiegelt sich auch in ihrer aktuellen Rolle wider. In der neuen Drama-Serie „The Seduction“ verkörpert Diane Kruger die wohlhabende und unabhängige Madame de Rosemonde, die die junge Marquise de Merteuil (gespielt von Anamaria Vartolomei) in die elitäre französische High Society des 18. Jahrhunderts einführt. Eine Beziehung, die weit über oberflächliche Mentorschaft hinausgeht. „Über lange Zeit wurden Frauen gegeneinander ausgespielt“, erklärt Kruger. „Umso kraftvoller ist der Moment, in dem sie erkennen, was möglich ist, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben.“

Gerade diese Dynamik macht die Serie so aktuell: Macht, Intrigen und gesellschaftliche Zwänge werden aus weiblicher Perspektive neu verhandelt. „The Seduction“ zeigt, wie Frauen innerhalb restriktiver Strukturen Wege finden, Einfluss zu nehmen – und welche Stärke entsteht, wenn sie zusammenhalten.

Die sechsteilige französische Serie läuft beim Streamingdienst HBO Max, der kürzlich auch in Österreich gestartet ist.

Inhaltlich basiert die Produktion lose auf dem berühmten Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ von Choderlos de Laclos aus dem Jahr 1782, der bereits mehrfach verfilmt und adaptiert wurde. Mit modernem Blick und starken Frauenfiguren verleiht „The Seduction“ dem Klassiker nun eine zeitgemäße, feministische Note.

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