Schießerei in Wien

Täter ging hochprofessionell vor

Schießerei
© APA/HERBERT P. OCZERET
Als die Polizei an der Hintertür klopfte, reagierte er kaltblütig.
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Weitere Einzelheiten sind am Sonntag zu dem Supermarkt-Überfall in Wien-Penzing bekannt geworden, im Zuge dessen zwei Polizisten vom 50 Jahre alten Täter angeschossen wurden, ehe dieser von Wega-Beamten getötet wurde. Die Polizei glaubt, dass es sich bei dem gebürtigen Bosnier um einen Profi gehandelt hat, der in der Vergangenheit ähnliche Überfälle begangen hat.

Serien-Täter

"Der Modus Operandi passt zu anderen, bisher nicht geklärten Raubüberfällen. Wir gehen davon aus, dass das eher kein Zufall sein kann", meinte Paul Eidenberger, der Sprecher der Landespolizeidirektion, gegenüber der APA. Offiziell scheinen gegen den 50-Jährigen zwar keine Vormerkungen auf. Die Polizei hält es aber für möglich, dass der Mann eine Namensänderung vornehmen hat lassen. "Das wird derzeit überprüft", sagte Eidenberger.

Kaltblütige Reaktion

Insgesamt drei Funkstreifen machten sich in weiterer Folge auf den Weg zu dem Supermarkt. Die erste Besatzung, die wenige Minuten später den Tatort erreichte, versuchte, über den Hintereingang in das geschlossene Geschäft zu gelangen. Die Tür war abgesperrt, worauf die Beamten klopften und sich als Polizisten zu erkennen gaben. Der Räuber reagierte kaltblütig und war keineswegs zur Aufgabe bereit. "Er hat eine Mitarbeiterin gezwungen, zur Tür zu gehen, aufzusperren und zu sagen, dass alles in Ordnung ist", berichtete Polizeisprecher Eidenberger. Den insgesamt drei Polizisten kam die Situation jedoch spanisch vor, sie bedeuteten der Angestellten, die den Befehl ausgeführt hatte, aus dem Geschäft zu treten und zu ihnen zu kommen.

Schüsse auf die Polizisten

Daraufhin zeigte sich der bis dahin nicht sichtbare bewaffnete Räuber. Er stürmte zur Tür und gab - wie Eidenberger betonte - unverzüglich Schüsse auf die Polizisten ab. Ein junger, aus Kärnten stammender Beamter erlitt einen Kopfschuss, ein zweiter Polizist wurde zwei Mal im Bauch- und Oberschenkelbereich getroffen. Eine dritte Kollegin kam zu Sturz und wurde dabei leicht verletzt. Zumindest einem der Beamten gelang es, von seiner Dienstwaffe Gebrauch zu machen - der Räuber wurde von einem Projektil getroffen, was ihn aber nicht daran hinderte, seine Fluchtbemühungen fortzusetzen.

Schusswechsel in Hütteldorf


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Schießerei in Hütteldorf

Schießerei in Hütteldorf

© VIYANA MANSET HABER

Schießerei in Hütteldorf

Schießerei in Hütteldorf

© VIYANA MANSET HABER

Schusswechsel in Hütteldorf

Schusswechsel in Hütteldorf

© Tanja Kristen

Über ein unmittelbar neben dem Lagerraum gelegenes Stiegenhaus lief er in dem Gebäude-Komplex, in dem der Supermarkt untergebracht ist, in den zweiten Stock. "Dort ist er in eine Wohnung eingebrochen, die zu diesem Zeitpunkt zum Glück leer war", gab Eidenberger bekannt. Der verletzte Räuber durchwühlte die Räumlichkeiten, ehe er durch ein Fenster auf ein einen Stock tiefer gelegenes, Richtung Innenhof ausgerichtetes Vordach sprang. Bei der Landung verletzte sich der 50-Jährige jedoch am Bein und war nicht mehr in der Lage, die Flucht fortzusetzen. Er verschanzte sich auf dem Dach hinter einer Mauer vor dem mittlerweile eingetroffenen Großaufgebot der Wega.

Mit Polizeihubschauber aufgespürt

Erst mithilfe eines Polizeieinsatzhubschraubers konnte er in seinem Versteck aufgespürt werden. Eine im Hubschrauber befindliche Spezialkamera erfasste den Täter, der Standort wurde umgehend den Wega-Beamten kommuniziert, die - wie Eidenberger darlegte - ohne diese Unterstützung kaum eine Chance gehabt hätten, den Räuber zu finden. Auf Zuruf der Einsatzkräfte zückte der 50-Jährige neuerlich seine Pistole und schoss. Die Wega-Beamten erwiderten das Feuer, der Räuber wurde mehrfach getroffen und tödlich verletzt. Eine Obduktion wurde angeordnet.

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