Zivilschutzalarm
Anwohner ausgeflogen: Unwetter-Wahnsinn verwüstet Tiroler Gemeinde
Etwa 25 Bewohner eines Weilers im Bereich Mühlendorf wurden vom Landeshubschrauber Libelle Tirol ausgeflogen, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr zur APA. In etwa 20 Häusern drang Wasser ein, diese waren vorerst von der Außenwelt abgeschnitten.
Schwer betroffen war besonders auch der Bereich der Pfarrkirche Maria Schnee in der auf rund 1.240 Metern Seehöhe gelegenen Gemeinde. Von dort bis weiter ins Talinnere nach Mühlendorf gingen sechs Muren mit Geröll- und Gesteinsmassen ab, zwei - nämlich jene bei der Kirche und direkt im Weiler - seien besonders fatal ausgefallen, so Einsatzleiter Lukas Braunhofer. Dies führte dazu, dass etwa der hintere Bereich der Kirche stark vermurt wurde. Die dort bis nach Mühlendorf verlaufende Gschnitztalstraße (L 10) wurde verlegt, auch eine Fahrradbrücke zerstört.
Verbindungsweg soll wieder freigeräumt werden
Man beginne noch am Abend, den Verbindungsweg mit schwerem Geröll wieder freizubekommen und damit zu den betroffenen Häusern zu gelangen, erklärte Braunhofer. Dienstagvormittag sollte es, wenn möglich, so weit sein, setzten sich die Einsatzkräfte als Ziel.
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Stärker bewohntes Gebiet bzw. die Ortsmitte und damit der Großteil der Bevölkerung sei nach derzeitigem Stand von den Murenabgängen, Hangrutschungen und Überflutungen in Folge der Unwetter großteils verschont geblieben. Aber auch dort wurden die Menschen aufgerufen, vorerst in den Häusern zu bleiben und sich zur Sicherheit in höhere Stockwerke zu begeben, wie es seitens des Landes hieß. Vor der in Mühlendorf erfolgten Evakuierung war der Gschnitzbach teilweise über die Ufer getreten und hatte die Lage zunächst dramatisch zugespitzt.
Offenbar niemand verschüttet und verletzt
Verletzt bzw. verschüttet wurde bisherigen Informationen zufolge in Gschnitz niemand. Auch sollen Häuser nicht direkt von Erdmassen erfasst und zerstört worden sein, sagte der Feuerwehr-Einsatzleiter bzw. Kommandant.
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Die heftigen Gewitter hatten offenbar bereits am späten Nachmittag dafür gesorgt, dass Muren abgingen. Es kam zu Hangrutschen und großflächigen Überflutungen von Feldern, auch rund um Häuser. Geröllmassen donnerten ins Tal, dicht an bewohntem Gebiet vorbei.
Offenbar niemand verschüttet und verletzt
Verletzt bzw. verschüttet wurde bisherigen Informationen zufolge in der auf rund 1.240 Metern Seehöhe gelegenen Gemeinde niemand. Auch sollen Häuser nicht direkt von Erdmassen erfasst worden sein, sagte ein Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes zur APA. Es drohe vor allem die Gefahr von Hangrutschungen im Bereich der Pfarrkirche Maria Schnee der Gemeinde, erklärte Elmar Rizzoli, Leiter des Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes, gegenüber der APA. Dieser Bereich sei am stärksten betroffen.
AT-Alert und Zivilschutzalarm ausgelöst
Weil dann die Gefahr von weiteren Muren, Hangrutschungen und in Folge auch Überschwemmungen bestand, wurde am frühen Abend AT-Alert und Zivilschutzalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in den Häusern zu bleiben, Tiefgaragen und Keller nicht zu betreten und sich auch von den Dämmen der Fließgewässer fernzuhalten. "Wir beobachten die Situation genau und sind laufend im Kontakt mit den Einsatzorganisationen", versicherte Elmar Rizzoli, Leiter des Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes Tirol. Feuerwehr, Rettung, Polizei und viele weitere Hilfskräfte standen im Einsatz.
Zu Murenabgängen kam es unterdessen auch im Stubaital, konkret in Neustift, auch wenn sie von den Folgen her etwas weniger schwer ausgefallen sein dürften. Auch dort war der hintere Talschluss ab dem Ortsteil Gasteig abgeschnitten. Zudem wurde der Campingplatz Volderau vorsorglich evakuiert. Die Bewohner im Ortsteil Volderau wurden laut Land angewiesen, sich in den ersten Stock zu begeben.
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