Austria

Und: RIE-RBS, WRN-STU

2:0 - Austria holt wichtige Punkte gegen Grödig

Hosiner und Gorgon trafen - Revanche für Niederlagen im Herbst gelungen.

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Titelverteidiger Austria Wien ist dem zweiten Platz in der Fußball-Bundesliga am Samstag sehr nahe gerückt. Die drittplatzierten Favoritner feierten gegen Grödig einen 2:0-(1:0)-Erfolg und rückten damit bis auf einen Punkt an den Aufsteiger aus Salzburg heran. Philipp Hosiner (21.) und Alexander Gorgon (75.) sorgten für den zweiten Sieg der Wiener in Folge nach dem Heim-2:1 gegen Innsbruck.

Die Wiener revanchierten sich damit für die beiden Niederlagen im Herbst im direkten Duell (2:3 in Wien/0:1 in Grödig) und hielten den Europacupkurs. Unter Coach Herbert Gager sind sie nach drei Partien noch unbesiegt und haben dabei sieben Punkte geholt. Den stark ersatzgeschwächten Grödigern scheint hingegen etwas die Luft auszugehen, nach dem 1:2 gegen Wiener Neustadt setzte es die zweite Niederlage in Folge und zugleich die dritte im fünften Frühjahrsspiel.

Der Meister vermochte allerdings in Hälfte eins nicht spielerisch zu überzeugen, blieb da ohne selbst herausgespielte Torchance. Der Führungstreffer war ein Geschenk der Gäste. Marco Perchtold spielte einen Rückpass ohne aufzuschauen und bediente damit ungewollt Hosiner ideal, der alleine aufs Tor ziehen konnte und keine Mühe hatte zu vollenden (21.). Für den 24-jährigen Burgenländer war es der erste Pflichtspieltreffer seit seinem Doppelpack beim Champions-League-Abschluss gegen Zenit St. Petersburg (4:1) am 11. Dezember. In der Meisterschaft hatte er zuletzt am 3. Dezember getroffen.

Die Austrianer kamen dank Grödiger Mithilfe zu einer weiteren Topchance, nach einem Karner-Fehler sowie schnellem Gorgon-Pass kam Hosiner wieder frei zum Abschluss, fand diesmal aber in Goalie Fend seinen Meister (31.). Sonst war von den Heimischen nichts zu sehen und die Salzburger hätten durchaus leistungsgerecht zum Ausgleich kommen können. Nach einem Trdina-Abschluss konnte Torhüter Heinz Lindner gerade noch mit der Schulter abwehren (36.), zudem brachte der Grödig-Stürmer auch nach einem Tomi-Stangelpass den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unter (42.).

Zweite Spielhälfte
Zu Beginn der zweiten Hälfte bekamen die 9.125 Zuschauer in der Generali-Arena ein kampfbetontes Geplänkel geboten, mit Fortdauer nahmen die Hausherren aber das Heft in die Hand, der Sieg war nicht mehr in Gefahr. Ein Schuss von James Holland nach einem Konter ging nur knapp daneben (58.), zudem setzte Gorgon das runde Leder aus vier Metern stümperhaft neben das Tor (63.). Zwölf Minuten später war der Mittelfeldspieler dann aber doch noch erfolgreich, er war nach einer Suttner-Hereingabe am schnellsten am Ball und traf hoch ins kurze Eck.

Von den auswärts fünf Partien sieglosen Grödigern war überhaupt nichts mehr zu sehen. Auf den Rängen hatte es bereits vor der Partie großen Jubel gegeben, wurde doch die Austria-Legende Toni Polster vorzeitig anlässlich des 50. Geburtstags am Montag geehrt.
 

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SV Ried vs. Red Bull Salzburg - 1:3

Salzburg fährt weiter im Expresstempo Richtung Fußball-Meistertitel. In der 26. Bundesliga-Runde feierten die "Bullen" am Samstag auch ohne sechs Stammspieler einen nie gefährdeten Erfolg, setzten sich in Ried dank Treffern von Jonatan Soriano (7., 39.) und Sadio Mane (30.) mit 3:1 (3:1) durch und könnten schon am kommenden Wochenende den vierten Liga-Triumph der Red-Bull-Ära fixieren.

Der zehnte Liga-Sieg in Folge, bei dem die Elf von Roger Schmidt zum fünften Mal en suite mindestens drei Treffer erzielte, war damit auch eine gelungene Generalprobe für das Europa-League-Achtelfinalhinspiel beim FC Basel am Donnerstag. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Grödig wuchs auf 25 Punkte an.

Um schon am 16. März als Meister festzustehen, ist freilich nicht nur ein Salzburger Erfolg gegen den WAC vonnöten, zudem muss Grödig das Heimspiel gegen Wacker Innsbruck verlieren und müssen die Austria und Rapid gegen Sturm Graz (a) bzw. Ried (h) ohne Sieg bleiben.

Diashow: Bullen gegen Ried: Flitzer erregte Gemüter

In Absenz seines angeschlagenen Teamkollegen Alan (21 Tore) setzte sich Soriano mit seinen Saisontoren 22 und 23 allein an die Spitze der Schützenliste. Indes verbuchte der Ex-Rieder Robert Zulj bei seinem ersten Auftritt im Innviertel als "Bulle" beim zweiten Treffer einen Assist.

Die Salzburger, bei denen neben Alan auch Ulmer und Schwegler verletzt bzw. angeschlagen fehlten, setzten angesichts des jüngsten Länderspieltermins und der kommenden Europacup-Aufgabe auf Rotation und waren gegenüber dem 6:3 gegen Rapid an vier Positionen verändert. Ramalho, Meilinger, Berisha und Klein rückten neu in die Startformation.

Letzterer gab in der dritten Minute auch den ersten Schuss neben das Tor ab, vier Minuten später war es dann soweit: Salzburg kombinierte sich dank Mane bis zum Strafraum, von dessen Grenze Soriano mit einem gefühlvollen Heber abschloss und den Ball via Latte ganz knapp hinter der Torlinie versenkte. Nach einer kurzen Bedenkzeit gab Schiri Kollegger den Treffer.

Doch Ried schlug bald zurück, nutzte einen missglückten weiten Pass Ramalhos zum Konter über Oliva und Gartler, der schließlich Gulacsi aus wenigen Metern mit einem wunderschönen Heber keine Chance ließ (14.). Salzburg reagierte "verärgert", vorerst konnten aber Gebauer mit einer Fußabwehr gegen Meilinger (22.) und Reifeltshammer, der in höchster Not gegen Mane klärte (27.), die neuerliche Gäste-Führung verhindern.

Nach genau einer halbe Stunde klappte dann aber mit dem 2:1: Nach einem weiten Pass auf den rechts außen postierten Soriano leitete Zulj dessen Hereingabe mit dem Kopf auf Mane weiter, der an Gebauer vorbei einschob. Noch vor der Pause stellte Soriano dann seine Gefährlichkeit bei Standards wieder einmal unter Beweis. Gebauer war beim herrlich ins kurze Eck gezirkelten Freistoß knapp an der Strafraumgrenze chancenlos (39.).

Zweite Spielhälfte
Salzburg blieb auch nach dem Seitenwechsel souverän, übte sich meist aber eher im Verwalten. Während Ried trotz engagierten Einsatzes kaum zu guten Möglichkeiten kam (Oliva-Kopfball neben das Tor/57.), fanden die Gäste durch Zulj (58.) und Mane (60.) aus Kurzdistanz zwei Riesenchancen auf das vierte Tor vor, beide verfehlten aber Gebauers Kasten. Gebauer war auch gegen den kurz zuvor eingewechselten Lazaro am Posten (66.). Im Finish hatten dann die Gastgeber noch einige gute Szenen, in der besten scheiterte Kragl aber an Gulacsi (84.).
 

Wiener Neustadt vs. Sturm Graz - 2:1

Wiener Neustadt setzte den Aufwärtstrend mit einem 2:1-Heimsieg gegen Sturm Graz, dem dritten Erfolg in Serie, fort und stürzte damit die Steirer noch tiefer in die Krise. Sturm liegt als Achter nur mehr drei Punkte vor dem Vorletzten Admira Wacker Mödling, der sich mit einem 3:2-Sieg beim WAC im Abstiegskampf weiter Luft verschaffte und den Abstand auf Innsbruck auf schon acht Zähler vergrößerte.