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Noch alles möglich

6 Plätze im CL-Achtelfinale zu haben

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Einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase ist die CL offen wie nie: sechs Achtelfinalplätze sind noch zu vergeben.

Der Abschluss der Gruppen-Phase in der Champions League am 5./6. Dezember wird nichts für schwache Fußball-Nerven. Vor der sechsten und letzten Runde haben mit Chelsea FC (Pool A), Bayern München, Inter Mailand (beide B), Liverpool FC, PSV Eindhoven (beide C), FC Valencia (D), Olympique Lyon, Real Madrid (beide E), Celtic Glasgow (F) und AC Milan (H) erst zehn Vereine ihren Platz im Achtelfinale sicher.

Auch Uefa-Cup-Plätze frei
Neben den sechs Aufsteigern in der Königsklasse werden für den Wechsel in den UEFA-Cup (Runde der letzten 32) auch noch sechs Vereine gesucht. Lediglich Girondins Bordeaux (C) und Steaua Bukarest (D) stehen nach der fünften Runde als Gruppen-Dritte der Champions League fix fest. Bereits aus allen Rennen sind hingegen Lewski Sofia (A/0 Zähler), Dynamo Kiew (E/1) und der Hamburger SV (G/0). Für das Trio ist schon vor dem ersten Advent-Wochenende der Europacup, Ausgabe 2005/06, beendet.

Barcelona zittert
Zurück zur Creme de la Creme Fußball-Europas. In der 15. Saison seit Einführung der Champions League 1992/93 droht der Titelverteidiger vorzeitig zu scheitern. Der FC Barcelona gewann zwar am Mittwoch in Sofia gegen Lewski 2:0, benötigt aber im direkten Pool-Finale im Camp Nou gegen Werder Bremen unbedingt drei Punkte zum Weiterkommen. Die Deutschen haben durch einen 1:0-Heimsieg (Tor: Per Mertesacker per Kopf) über Chelsea mit dem Tabellenführer und nunmehrigen Fixaufsteiger aus London gleichgezogen.

"Barca wehrte den ersten Matchball ab", schrieb die spanische Sportzeitung "Marca" am Donnerstag erleichtert. Auch Trainer Frank Rijkaard fiel nach dem Schlusspfiff in Bulgarien ein Stein vom Herzen. " Wir konnten uns nie sicher fühlen und mussten über 90 Minuten hart arbeiten, rennen und schwitzen für den Sieg", gab der Niederländer zu. Er ist sich im Hinblick auf den Showdown sicher, "dass wir es auch schaffen " werden. Superstar Ronaldinho meinte hingegen: "Es gibt keinen Favoriten, wir bitten die Fans um Unterstützung."

Werder strotz vor Selbstvertrauen
Für das in Barcelona erscheinende Sportblatt "El Mundo Deportivo" wartet auf den Cupholder eine schwierige Aufgabe: "Das wird nichts für Leute mit schwachem Herzen sein". Chelseas deutscher Star Michael Ballack, der von Trainer Jose Mourinho ("Er hat kein gutes Spiel gemacht") kritisiert wurde, antwortete auf die Frage, was er seinen Landsleuten in Barcelona zutraue, kurz und bündig: "Alles!" Während Werder-Trainer Thomas Schaaf nach dem 1:0 über die Weltauswahl nur stammelte, "das war fantastisch, einfach toll", verkündete sein Torhüter Tim Wiese selbstbewusst die erste Kampfansage: "Wir können auch Barca schlagen."

Inter und Bayern rittern um Gruppensieg
Wie Chelsea erreichte am Mittwoch auch Inter Mailand die K.O.-Runde. Beim Comeback des Argentiniers Esteban Cambiasso erzielte sein Landsmann Hernan Crespo das Goldtor in San Siro gegen Sporting Lissabon. "Und jetzt sorgen wir in München für eine Überraschung. Wir wollen uns für das 0:2 daheim revanchieren" , ließ der Stürmer vor der Auswärtspartie gegen die Bayern wissen. Die bereits qualifizierten Bayern sind noch immer ungeschlagen, kassierten aber trotz des dritten CL-Doppelpacks des Peruaners Claudio Pizarro mit dem 2:2 in Moskau gegen den Stranzl-Verein Spartak die ersten Tore im laufenden Bewerb. Damit wurde die Entscheidung über den Gruppen-Sieg vertagt.

Liverpool Gruppensieger
Im Pool C waren die Würfel schon vor den Mittwoch-Spielen gefallen. Im Kampf um den ersten Tabellenplatz hat sich der FC Liverpool durch Tore von Gerrard und Crouch an der Anfield Road gegen PSV Eindhoven 2:0 durchgesetzt. Für Galatasaray (daheim gegen die Reds) und Girondins Bordeaux (in Eindhoven) geht es am 5. Dezember im Fernduell noch um den dritten Gruppenplatz und den UEFA-Cup-Wechsel. Die Franzosen haben nach dem 3:1-Heimsieg am Mittwoch über die Türken die besseren Karten und drei Punkte Vorsprung.

Valencia weiter, Roma muss noch warten
In Gruppe D sicherte sich der FC Valencia, der Bezwinger von Red Bull Salzburg, nach dem Aufstieg mit dem 2:0 vor eigenem Publikum gegen Olympiakos auch den Gruppen-Sieg. AS Roma verpasste hingegen den vorzeitigen Achtelfinal-Einzug mit dem 0:1 in Donezk gegen Schachtjor. "Ein seltsames Spiel. Schade, da war mehr drinnen" , meinte der enttäuschte Roma-Feldherr Luciano Spaletti. Die Azzurri müssen am 5. Dezember nach Valencia, wo sie einen Punkt benötigen. Die Ukrainer halten den Hausherren die Daumen und benötigen in Piräus selbst einen Sieg.

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