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Fußball

Rapid plant jetzt den Neustart

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Fan-Chef Andy Marek sucht den Dialog: Aber beim 1. Test blieben Anhänger aus.

Bei Rapid hängt der Haussegen nach wie vor schief. Ein Teil der aktiven Fans ist sauer auf die Vereinsführung, weil Präsident Rudolf Edlinger und Co. nach dem Platzsturm im Skandalderby hart durchgegriffen haben. "Die öffentliche Darstellung der Fans durch die Vereinsführung, unverhältnismäßige Hausdurchsuchungen, kriminalpolizeiliche Ermittlungen und die Vorstellung des sogenannten Maßnahmenkataloges seitens des SK Rapid" stößt den Anhängern sauer auf.

Fan-Boykott – Marek: "Keine leichte Situation"
Die Folge: Die Hardcore-Fans riefen zum Boykott auf. Bereits beim gestrigen Testspiel in Retz stellten sie wie angedroht den aktiven Support ein. Der Rapid-Sektor blieb sogar fast leer. Stimmung: Fehlanzeige!

"Das ist eine ganz neue Situation für Fans und Verein", bestätigt Klubservice-Leiter Andy Marek, "es ist sicherlich für beide Seiten nicht leicht, damit umzugehen." Erfreulich sei der letzte Satz im öffentlichen Brief der Fans, in dem die Bereitschaft zum Dialog signalisiert wird. Marek: "Natürlich wollen auch wir den Dialog, und den wird es auch geben!" In den nächsten Wochen soll es ein Zusammentreffen geben.

Knallhart: "Maßnahmen werden umgesetzt"
Was wird da passieren? Macht Rapid einen Rückzieher, wird der zehn Punkte umfassende Maßnahmenkatalog entschärft? "Es gibt keinen Rückzieher", stellt Marek klar, "diese Maßnahmen werden umgesetzt, aber wir wollen im Dialog Fehlinterpretationen und Missverständnisse aufklären, und ich bin der festen Überzeugung, dass uns das auch gelingen wird."

Marek weiter: "Wir müssen schauen, dass die Fans auch weiterhin ihre unterschiedlichen Fankulturen ausleben können, aber nun im Rahmen der neuen Richtlinien." Denn auf die war Rapid zuletzt stolz.

Das Wichtigste in dieser für alle Beteiligten ungewohnten Situation ist laut Marek, "dass wir aufeinander zugehen. Und gemeinsam einen guten Neustart hinlegen."

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