Bundesliga leitet Verfahren gegen Ried ein

Nach Rassismus-Eklat

Bundesliga leitet Verfahren gegen Ried ein

Sturm-Spieler Sukuta-Pasu von Fans rassistisch beleidigt.

Der Vorstand der Österreichischen Fußball-Bundesliga hat ein Verfahren gegen die SV Ried beim unabhängigen Gremium Senat 1 wegen des Verdachts rassistischer Äußerungen von Fans der Rieder am vergangenen Samstag gegen den Sturm-Spieler Richard Sukuta-Pasu eingeleitet. Im Zuge des Verfahrens wurde Ried aufgefordert, eine Stellungnahme vorzubringen, teilte die Liga am Donnerstag mit.

"Affenlaute" von Ried-Fans
"Nach genauer Prüfung der schriftlichen Stellungnahme von Sturm Graz und auch des betroffenen Spielers selbst steht der Verdacht im Raum, dass der Spieler Richard Sukuta-Pasu aus dem Fansektor der SV Josko Ried mit 'Affenlauten' konfrontiert wurde. Die Einleitung des Verfahrens ist somit der nächste klare Schritt, denn Rassismus darf im Fußball keinen Platz haben! Das unabhängige Gremium des Senat 1 der Österreichischen Fußball-Bundesliga wird nun auf Basis der ergangenen Unterlagen über die weitere Vorgehensweise in dieser Causa entscheiden", wurde Bundesliga-Vorstand Georg Pangl in der Aussendung zitiert.

Ried bestätigt Vorfälle
Der Fall soll schon am kommenden Montag (18. März) vom Senat 1, dem Straf- und Beglaubigungsausschuss der heimischen Bundesliga, behandelt werden. Die SV Ried hatte bereits am Montag nach eingehenden Recherchen in den eigenen Reihen bestätigt, dass es nach dem entscheidenden Tor von Sukuta-Pasu zum 2:1-Endstand (85.) zu vereinzelten diskriminierenden Äußerungen gekommen sei. Der dunkelhäutige Deutsche hatte unmittelbar nach dem Match angegeben, das ganze Spiel über diskriminierende Äußerungen vernommen zu haben. Ried muss mit einer Geldstrafe rechnen.

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