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Edlinger verspricht neues Stadion

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Ein renoviertes Hanappi-Stadion und neue Stars kündigte der Rapid-Präsident an.

Bevor es zur Wiederwahl von Rudolf Edlinger ging (die überwältigende Mehrheit der anwesenden knapp 1.000 Mitglieder stimmten für den Ex-Politiker) hielt der Boss eine flammende Rede. Und konterte aufkeimende Kritik geschickt mit „guten Nachrichten“: Rapid baut 2012 ein neues Nachwuchszentrum in Hütteldorf. Und: Das Hanappi-Stadion soll auf 25.000 Plätze ausgebaut und erneuert werden. Das will Edlinger in den nächsten drei Jahren auf den Weg bringen.“

Edlinger stellt sich klar vor Rapid-Trainer Peter Pacult
Doch Edlinger musste auch bekennen: „Vor einem Jahr wäre mir diese Versammlung lieber gewesen, da waren wir Erster.“ Der Präsident, der das Klub-Budget für die laufende Spielzeit mit 18 Mio. Euro bezifferte, stellte sich auch vor Trainer Peter Pacult: „Wir haben viele verletzungsbedingte Ausfälle. Zudem mussten wir Abgänge verzeichnen, wir haben keinen dieser Spieler gern abgegeben. Wir werden im Winter die eine oder andere Ergänzung vornehmen müssen.“ Im Laufe des Abends wurde auf dem Podium und im Auditorium heftig debattiert – hart, aber fair. Neben Fans äußerten sich auch verdiente Ex-Rapidler. Legende Rudi Flögel: „Die derzeitige Situation gibt mir ein bissl zu denken. Derzeit haben wir ein Stürmer-Problem, schießen zu wenig Tore.“

Vorsaison stand ein Plus von 4,1 Millionen Euro
Ex-Rapid-Star Heribert Weber bemängelte: „Wir sind der größte Verein in Österreich, da sollte in Sachen Sponsoren mehr möglich sein.“ Ein deutlicher Wink auch an die Adresse von Präsident Edlinger und General Manager Kuhn. Edlinger musste gestehen: Ohne Transfererlöse und Europacup drohen neue Millionen-Löcher. In der vergangenen Saison stand aber ein Plus von 4,1 Millionen Euro. Dem Europacup in der Vorsaison (2,0 Mio. Euro Reingewinn) und dem Transfer von Nikica Jelavic nach Glasgow (um ca. 3,5 Mio.) sei dank. Jetzt muss Rapid nur noch sportlich die Kurve kriegen. Sonst wächst der Druck auf Trainer Peter Pacult immer weiter – und damit auch auf den neuen und alten Präsidenten.

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