Bayern wollen Wiedergutmachung in Berlin

Deutsche Bundesliga, Sa. ab 15:30 Uhr

Bayern wollen Wiedergutmachung in Berlin

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Glasner mit Frankfurt gegen Leipzig gefordert - Überraschungsteam Freiburg gegen Schlusslicht Fürth klarer Favorit - Gladbach-Coach Hütter fordert Sieg auch in der Liga.

Nach dem kollektiven Cup-Versagen will Bayern München am Samstag in Berlin eine Reaktion zeigen. Ohne Cheftrainer Julian Nagelsmann, der sich weiter in Corona-Quarantäne befindet, verteidigt der Meister bei der Union die Tabellenführung in der deutschen Fußball-Bundesliga und will die 0:5-Pleite in Mönchengladbach abhaken. "Wir haben den Anspruch, Champions zu sein, die wieder aufstehen", sagte Nagelsmann am Freitag.

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Der Trainer hat am Tag nach dem heftigen Pokal-K.o. viele Gespräche mit Führungsspielern geführt, aber auch mit den Vorständen Oliver Kahn und Hasan Salahamidzic. "Die Niederlage habe "in allererster Linie gezeigt, dass wir Menschen sind und keine Maschinen", sagte der Coach. Er sei sich bewusst, dass beim FC Bayern "solche Ergebnisse eine Einmaligkeit haben sollten", so Nagelsmann. Stürmer Thomas Müller versuchte sich in einer Erklärung: "Wir haben nicht diesen Punkt gefunden, wo der FC-Bayern-Wut-Motor angeht." In Berlin soll der Motor aber wieder anspringen.

Fischer: "Aufgabe ist schwer genug"

Die Berliner mit Christopher Trimmel sind die einzige Mannschaft, die in der vergangenen Saison gegen die Bayern ungeschlagen war. "Wir haben sie immer wieder gestört, immer wieder gestresst", sagte Trainer Urs Fischer rückblickend auf zwei Remis. Dass die Münchner nun besonders motiviert kommen, macht für Fischer keinen Unterschied: "Die Aufgabe ist schwer genug. Ob die mit einer speziellen Wut kommen, daran ändert sich nichts."

Konzentration auf die Meisterschaft gilt nach der Gala aber auch bei den Gladbachern. "Wir müssen diesen Schwung jetzt einfach mitnehmen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir in der Meisterschaft punkten müssen", sagte Trainer Adi Hütter vor der Sonntag-Partie gegen den VfL Bochum. "Wir wollen dieses Spiel gewinnen, wir können dieses Spiel gewinnen und ich würde fast sagen, wir müssen auch", betonte der Vorarlberger, der mit seinem Team nur auf Rang zwölf liegt.

Unbesiegte Freiburger gegen sieglose Fürther

Der einzige Verein im deutschen Profi-Fußball, der in dieser Saison noch ohne Pflichtspiel-Niederlage ist, ist überraschend der SC Freiburg. Im Heimspiel gegen das noch sieglose und abgeschlagene Tabellenschlusslicht Greuther Fürth ist der Tabellendritte der klare Favorit. SC-Trainer Christian Streich hat bei seiner Mannschaft aber "nullkommanull das Gefühl, dass sie ins Spiel geht und denkt, dass wir das einfach gewinnen".

Beide Mannschaften haben Personalprobleme. So ist bei Freiburg unter anderem der Einsatz von ÖFB-Teamverteidiger Philipp Lienhart fraglich. Fürth meldete am Freitag fünf Spieler mit positivem Corona-Test, die in häuslicher Quarantäne sind. "Wir können in Freiburg spielen", versicherte Trainer Stefan Leitl. "Wir bringen eine schlagkräftige Truppe auf den Platz."

Kohfeldt vor Wolfsburg-Debüt

Beim VfL Wolfsburg gibt Trainer Florian Kohfeldt sein Debüt. Der Nachfolger von Mark van Bommel soll den Absturz des Werksclubs nach zuletzt acht sieglosen Pflichtspielen und vier Bundesliga-Niederlagen in Serie beenden. Seine Mannschaft brauche "eine Menge Mut", sagte Kohfeldt vor dem Gastspiel beim Tabellenvierten Bayer Leverkusen.
 

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