Kaum zurück – schon wieder raus. Beim FC Bayern sorgt die Verletzung von Manuel Neuer erneut für Sorgenfalten. Der Kapitän hatte erst am Freitag sein Comeback gefeiert, doch nun zwingt ihn ein Muskelfaserriss erneut zur Pause.
Im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) erwischte es den 39-Jährigen. Wie der Verein nach einer Untersuchung bestätigte, zog sich Neuer einen kleinen Muskelfaserriss in der linken Wade zu. Eine genaue Ausfallzeit nannte der Klub zunächst nicht – doch intern ist längst klar, dass der Routinier vorerst fehlen wird.
Kompany ahnte Böses
Dabei hatte sein Comeback eigentlich Hoffnung gemacht. Nach rund drei Wochen Verletzungspause stand Neuer gegen Gladbach wieder von Beginn an auf dem Platz. Doch die Rückkehr endete schneller als geplant: Nach der ersten Halbzeit blieb der Keeper in der Kabine, Jonas Urbig übernahm im zweiten Durchgang. Trainer Vincent Kompany hatte die Situation direkt nach der Partie angedeutet: Neuer habe „etwas in der Wade gespürt“.
Mittlerweile zeichnet sich auch ab, wie lange die Münchner auf ihren Stammkeeper verzichten müssen. Laut Sky wird Neuer sowohl das Champions-League-Spiel bei Atalanta Bergamo am Dienstag (21 Uhr, live auf Sky) als auch das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen definitiv verpassen. Auch im Rückspiel gegen Atalanta sowie im Liga-Duell mit Union Berlin könnte der Torhüter noch nicht wieder einsatzbereit sein.
Comeback erst im April
Die Hoffnung beim Rekordmeister richtet sich nun auf die kommende Länderspielpause. Diese soll Neuer nutzen, um die Verletzung vollständig auszukurieren. Läuft die Rehabilitation planmäßig, könnte der Weltmeister von 2014 am 4. April im Bundesliga-Spiel gegen den SC Freiburg sein Comeback feiern.
Bis dahin rückt Jonas Urbig stärker ins Rampenlicht. Der junge Keeper sprang bereits gegen Mönchengladbach ein – und könnte nun mehrere wichtige Spiele im Bayern-Tor bestreiten. Für ihn ist es eine große Chance, sich auf höchstem Niveau zu beweisen, zumal er im Falle einer ausbleibenden Vertragsverlängerung von Manuel Neuer ab Herbst ohnehin als potenzieller Nachfolger zwischen den Pfosten gelten könnte.