Großkreutz: Fans starten Rückholaktion

Nach VfB-Aus

Großkreutz: Fans starten Rückholaktion

Rauswurf schlägt hohe Wellen: Die Fans wollen Skandal-Kicker zurück.

Als der VfB Stuttgart sich von Kevin Großkreutz trennte, legte der einen mutigen Auftritt hin. Er trat vor die Presse und entschuldigte sich, bei Familie und Freunden, bedankte sich beim Verein, der Mannschaft und den Anhängern. Danach flossen die Tränen beim deutschen Weltmeister.

Eine Skandal-Nacht wurde ihm zum Verhängnis: Er soll mit Teenagern in einer Disco gefeiert und sich im Rotlicht-Milieu vergnügt haben. An die Öffentlichkeit kam das, weil weil er in der Nacht verprügelt und ins Krankenhaus gebracht worden war. Vier Tage später zog sein Arbeitgeber die Konsequenzen.

Großkreutz wurde entlassen - gegen den Willen der Fans. Sie stehen weiterhin zum 28-jährigen Rüpel und haben nun eine Online-Petition ins Leben gerufen, mit der sie dessen Rückkehr nach Stuttgart fordern, den Vorstand um eine zweite Chance bitten.

"Solchen Typen brauchen wir"

Der Initiator begründet gegenüber Bild: "Kevin war der einzige Spieler, der sich direkt nach dem Abstieg zum VfB bekannt hat und sein Versprechen in die Tat umgesetzt hat. Er ist einer der letzten Spieler, die alles für ihre Vereine tun würden. Genau solche Typen brauchen wir." Bis Montagnachmittag hatte er rund 15.000 Unterschriften aus ganz Deutschland gesammelt.

Großkreutz übrigens verabschiedete sich am Freitag vom Sport - vielleicht für immer: "Ich möchte mit dem Profi-Fußball erstmal nichts zu tun haben", sagte der langjährige Dortmunder.