In Italien sorgt ein Kuss mitten in einer Live-Übertragung für Empörung.
Jetzt hat auch Italien seinen Kuss-Skandal. Betroffen ist Juventus-Turin-Trainer Luciano Spalletti. Nach dem Serie-A-Spiel gegen Lazio Rom (2:2) küsste der ehemalige italienische Fußball-Teamchef die Moderatorin des Streamingdienstes DAZN Federica Zille vor laufenden Kameras auf die Schulter. In den sozialen Medien bekam Spalletti von Usern Kritik für die Aktion ab, erinnert wurde an den WM-Skandal 2023 von Spaniens früherem Fußball-Präsidenten Luis Rubiales.
Spalletti und Zille unterhielten sich über eine strittige Szene der Partie am Sonntagabend. Spalletti war der Meinung, dass seiner Mannschaft ein Foulelfmeter verwehrt worden war. Der 66-Jährige wollte mit seiner Aktion den Unterschied zwischen einem Kontakt und einem Zusammenprall zeigen. Er fragte Zille zwar: "Darf ich dir einen Kuss geben?" Spalletti wartete allerdings nicht auf die Antwort der Journalistin und küsste sie auf die Schulter. "Ich habe dir einen Kuss gegeben, das ist ein Kontakt", sagte er danach. Zille lachte daraufhin verlegen, reagierte aber nicht weiter.
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Spaniens Ex-Fußballboss Rubiales küsste Hermoso auf Mund
In den sozialen Medien sorgte die Aktion des Juve-Trainers für Empörung. Einige merkten an, dass er bei einem männlichen Journalisten wohl nicht dasselbe getan hätte. Zille habe außerdem nicht ihr Einverständnis gegeben nach Spallettis Frage vor dem Kuss. Deswegen sei die Aktion zu kritisieren. Einige erinnerte der Fall an Rubiales. Dieser hatte bei der Siegerehrung nach dem WM-Sieg der spanischen Fußballerinnen in Sydney 2023 der Spielerin Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung auf den Mund geküsst. Nach Kritik trat er von seinem Amt zurück. Ein Gericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe.