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ÖFB-Unruhe: Jetzt rechnet Leo Windtner ab

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Oberösterreicher fand deutliche Worte in Richtung der Landesfürsten.

Am Samstag um 12:41 Uhr erfolgte nach der Präsidiumssitzung der bereits unter der Woche in ÖSTERREICH angekündigte Paukenschlag im ÖFB: Peter Schöttel löst am 10. Oktober Willi Ruttensteiner als Sportdirektor ab. Vom ehemaligen Rapid-Manager erwartet sich Präsident Leo Windtner nach eigenen Angaben einen "Neustart".

Schöttel soll nun bis Ende Oktober einen Teamchef suchen. Das Anforderungsprofil ist klar - HIER geht's zur Geschichte. Windtner indes nutzte die Pressekonferenz auch für Kritik an den Landesfürsten: So wollte er nicht über die "Kompetenz" jener urteilen, deren Mitspracherecht sei vielmehr "eine Frage des gesetzten Rechts".

An der Art und Weise, wie Marcel Kollers Abschied bekannt wurde, übte er Kritik. "Das Thema hat mich in der Form der Abwicklung der Trennung überrascht, weil in meinen Augen andere Möglichkeiten bestanden hätten. Das ist kein Geheimnis", so Windtner. Im Rahmen einer Präsidiumssitzung wurde das Ende der Koller-Ära fixiert - aber erst mit Jahresende. Zuvor waren einige Mitglieder vorgeprescht und brachten Nachfolger in Stellung.

"Selbstbeschädigung" beim ÖFB

Windtner: "Wahrscheinlich wäre hier manches vermieden worden. Andererseits ist es eine klare Entscheidung gewesen. Und eine klare Entscheidung ist immer besser als Zögerlichkeit, wo am Schluss nichts herauskommt." Die Spieler hatten deutliche Kritik am Vorgehen geäußert. Windtner sprach ebenfalls von einer "Selbstbeschädigung".

"Wer hatte in den letzten drei Wochen im ÖFB nicht einen gewissen Gesichtsverlust", fragte er: "Jetzt heißt es einen Schritt in die Mitte zu gehen, denn sonst dividieren wir uns selbst auseinander." Fragen zu einem möglichen Rücktritt schmetterte er ab. Es sei nicht seine Art, bei Gegenwind davonzulaufen.

Windtner kämpferisch: "Ich glaube, wenn es ruppig oder die See rau wird, muss man ans Steuer gehen - selbst wenn es einen ein paar Mal durchbeutelt. Sicher ist: Dass man von der rauen See beizeiten in ruhigere, vernünftigere Gewässer steuern muss."

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