Rapid droht "Auswärtsspiel" im Happel

298. Derby

Rapid droht "Auswärtsspiel" im Happel

Rapid hofft vor Derby auf Ende des Fan-Boykotts. Sonst droht "Auswärtsspiel".

Wird das 298. Wiener Derby trotz Heimrecht zum „Auswärtsspiel“ für Rapid ? Wenn die Grün-Weißen am 21. August die Austria im Happel-Stadion empfangen (die Übersiedlung ist Teil der Maßnahmen nach den Derby-Ausschreitungen vom 22. Mai), droht Schweigen aus dem Rapid -Sektor. Grund: Der sogenannte Stimmungs-Boykott der Hütteldorfer Hardcore-Fans ist noch immer nicht beendet – obwohl sich die Anhänger am Montag erneut zu einem langen Gespräch mit den Klub-Bossen (Präsident Rudolf Edlinger, Generalmanager Werner Kuhn und Klubservice-Leiter Andy Marek) trafen.

Fronten sind nicht mehr so verhärtet wie zu Beginn
Immerhin: Die Fronten sind nicht mehr so verhärtet wie unmittelbar nach Bekanntwerden des Maßnahmen-Katalogs der Klubführung (u.a. Stadionverbote gegen ca. ein Viertel der Randalierer).

In einer Stellungnahme von Rapid heißt es: „Nach einem sehr intensiven Gespräch waren alle Anwesenden der Ansicht, dass die Ereignisse vom 22. Mai und den Folgetagen in jeder Weise überzogene Handlungen und Reaktionen darstellten. Es wurde der Platzsturm in seiner Art und Weise als Fehlverhalten dargestellt und verurteilt.“

Fans: „Es werden weitere Treffen nötig sein“
Doch Rapid räumte auch eine „pauschalisierte Verurteilung der Rapid-Fans“ ein. Die Fan-Initiative „United we stand“ (Zusammenschluss aller wichtigen Fanklubs) teilt mit: „Es war ein langes, intensives und von beiden Seiten sehr ehrlich geführtes Gespräch. Wir sind froh ..., dass es dabei trotz vieler Differenzen zu ersten Annäherungen kam.“

Gleichwohl ist der tiefe Riss zwischen Klubführung und Hardcore-Fans noch nicht gekittet: „Natürlich konnten gestern noch nicht alle Probleme aus der Welt geschafft werden“, heißt es in der Erklärung der Fans weiter. „Und es werden weitere Treffen nötig sein, damit wir den für Rapid so einzigartigen Support guten Gewissens wieder aufleben lassen können. Die ersten Schritte sind aber getan.“

Hinter den Kulissen hoffen Verein und Fan-Vertreter, dass der Boykott bis zum prestigeträchtigen Derby zu Ende ist.

Marek: „Maßnahmen bleiben bestehen“
Derzeit suchen beide Seiten fieberhaft nach einer Einigung, bei der keine Seite vollends ihr Gesicht verliert. Marek stellt aber unmissverständlich klar: „Die Maßnahmen, die der Verein nach dem 22. Mai ergriffen hat, bleiben allesamt bestehen.“